Heidelberg – Moderne, nachhaltige Lebensmittelproduktion für Schülerinnen und Schüler erlebbar zu machen und neue Wege der praxisnahen Umweltbildung aufzeigen. Mit diesem Ziel ist am Montag, 9. Februar 2026, ein innovatives Projekt an der Johannes-Gutenberg-Schule in Heidelberg-Wieblingen gestartet.
Im Rahmen des Programms „Test in Heidelberg“ der Stadt Heidelberg wird gemeinsam mit dem Start-Up Urban Farm aus der estnischen Hauptstadt Tallinn der Einsatz eines „Smart Greenhouse“ getestet. Mit Unterstützung der Sparkasse Heidelberg wird das intelligente Indoor-Lern-Gewächshaus erstmals in der Region erprobt und als innovatives Bildungswerkzeug in den Schulalltag integriert. Das intelligente Gewächshaus soll moderne Agrarbildung direkt ins Klassenzimmer bringen und zugleich einen Beitrag zur Umweltbildung leisten.
„Heidelberger Innovationspartnerschaften müssen im Alltag spürbar werden und einen konkreten Mehrwert für die Menschen schaffen. Das Smart-Greenhouse-Projekt mit unserem Partner aus Tallinn zeigt, wie Umweltbildung in der Praxis funktioniert: Die Schülerinnen und Schüler ziehen, pflegen und ernten ihre eigenen Microgreens – nachhaltig, praxisnah und motivierend,“ sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.
Bei dem Projekt geht es darum, Umweltbildung praktisch erfahrbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Pflanzenwachstum, nachhaltiger Lebensmittelproduktion und dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen auseinander. Durch die Arbeit mit dem Gewächshaus werden Themen wie Wasserverbrauch, Kreislaufwirtschaft und Umweltwirkungen anschaulich vermittelt.
Bei einem Praxisworkshop zum Auftakt erhielten die Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler eine technische Einweisung. In dem Gewächshaus wird die Temperatur für Keimung und Jungpflanzen gesteuert. Vier Ebenen bieten Platz für insgesamt 96 Pflanztöpfe. Dadurch können bis zu 100 Kilogramm frische Microgreens pro Monat geerntet werden. Die Beleuchtung, Bewässerung und Klimasteuerung erfolgen vollautomatisch per App.
Das Projekt soll verknüpft werden mit der Regionalvermarktung „Genial regional“, die das Agenda-Büro des städtischen Umweltamtes unterstützt. Es wird mit 5.000 Euro durch die Sparkasse Heidelberg gefördert.




