Lippstadt – Ein außergewöhnliches und in der Region einzigartiges Geschenk bereichert künftig das kulturelle Leben in Lippstadt: Das Stadttheater verfügt ab sofort über eine neue virtuelle Pfeifenorgel, die dank ihrer vielfältigen Klangmöglichkeiten bei Konzerten, Festveranstaltungen und anderen Anlässen zum Einsatz kommen kann.
Erstmals zu hören sein wird die Orgel mit ihren vier Manualen am Sonntag, 15. November, ab 18 Uhr bei einem Benefizkonzert des Städtischen Musikvereins unter dem Motto „Königliche Klänge“. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss wird um Spenden für das neue stationäre Hospiz in Lipperbruch gebeten.
Für das Premierenkonzert nehmen vier namhafte Organisten an der mit verschiedenen Klangstilen ausgestatteten Orgel Platz: Friederike Braun, Alfons Haselhorst, Thilo Schmidt und Daniel Tappe. Alle vier wurden vom Lippstädter Johannes Tusch (78) ausgebildet. Der Musikdirektor und Kantor, der einst die Lippstädter Orgeltage ins Leben rief und jahrzehntelang organisierte, hat das
Instrument finanziert und schenkt es seiner Wahlheimat, in der er seit 60 Jahren lebt. Tusch hat mehr als 700 Orgelkonzerte in fast allen europäischen Staaten gegeben und mehrfach bei internationalen Festivals sowie Funk- und Fernsehsendungen mitgewirkt.
Das Publikum erwartet bei dem Benefizkonzert ein abwechslungsreiches, kurzweiliges Programm mit weltlichen Kompositionen unter anderem von Charpentier, Händel, Bach, Wagner, Williams und Rawsthorne. Zunächst präsentieren sich die Organisten jeweils solistisch. Nach der Pause steht das Zusammenspiel im Mittelpunkt: Unter dem Motto „Mit vier Händen und vier Füßen“ nehmen Alfons Haselhorst und Thilo Schmidt die Zuhörer mit ins „Zauberland Ägypten“, lassen den Pilgerchor aus Richard Wagners Oper „Tannhäuser“ erklingen und setzen mit „Highland Cathedral“ einen festlichen Schlusspunkt unter die außergewöhnliche Premiere.
Im Rahmen des Konzerts wird Johannes Tusch die virtuelle Pfeifenorgel offiziell an Bürgermeister Alexander Tschense für die Stadt Lippstadt übergeben. Mit dem Instrument erfährt das Stadttheater eine musikalische Bereicherung.
Unterschiedliche Klangwelten sind auf Knopfdruck erlebbar.




