„Bandoneon-Magier“ kommt nach Krefeld

Der argentinische „Bandoneon-Magier“, Gabriel Merlino, aus Buenos Aires kommt noch vor seiner Deutschland-Tournee im Herbst zum Bandoneon-Festival in Krefeld.

Krefeld – Der südamerikanische Star-Musiker gilt als einer der prägendsten Bandoneon-Spieler der modernen Tango-Generation. Er verbindet traditionellen Tango Argentino mit Einflüssen aus Jazz, World Music und Tango Nuevo. Merlino spielt am Samstag, 26. September 2026, um 20:00 Uhr im Konzertsaal an Haus Sollbrüggen mit der Sängerin Vanina Tagini und dem Pianisten Pablo Woiz. Das Trio bringt bei dem Konzert den authentischen Klang Buenos Aires’ auf die Bühne an der Uerdinger Straße – zwischen traditionellem Tango, Tango Nuevo und Jazz. Den Auftakt zum diesjährigen Festival bestreitet das „Quinteto Ángel“ bereits am Freitag, 18. September, im Rittersaal der Burg Linn. Die Karten-Reservierung für das Bandoneon-Festival in Krefeld beginnt am Montag, 24. August.

Fünf Konzerte an drei Orten

Der Krefelder Instrumentenhändler Heinrich Band entwickelte das Bandoneon, das Instrument für den Tango. Am 4. April 1821 kam Heinrich Band in Krefeld zur Welt. Das Handzuginstrument Bandoneon wurde nach ihm benannt, weil er mit der sogenannten „rheinischen Tastatur“ entscheidend zu seiner Entstehung beitrug. Lange nach Bands Tod 1860 – etwa um 1900 – wurde das Bandoneon das Instrument des Tangos und eroberte mit ihm die Welt. In Krefeld wird an Heinrich Band nach einem ersten Festival 1985, seit 1996 regelmäßig alle zwei Jahre mit dem Bandoneon-Festival an ihn erinnert.

Bei der kommenden 17. Auflage stehen fünf Konzertabende auf dem Programm. „Die Besetzungen reichen vom Solisten bis zum Quintett, und so darf sich das Publikum auf viele unterschiedliche Klangfarben freuen“, sagt Krefelds Kulturbeauftragte Dr. Katharine Leiska. Das Programm hat Jürgen Eichendorf, Mitarbeiter im städtischen Kulturbüro, zusammengestellt. Als Kenner der internationalen Bandoneon-Szene organisiert er seit vielen Jahren das hiesige Festival. „Mit der Konzertreihe haben wir die Möglichkeit, das Instrument in seiner Bandbreite vorzustellen“, sagt Eichendorf. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Programm des 17. Festivals wider. Es endet mit dem Konzert der Formation „Fracanapa New Tango Quintet“ am Mittwoch, 7. Oktober, um 20 Uhr auf Burg Linn. Und hier erwartet das Publikum eine musikalische Besonderheit: Das Quintett ersetzt in der Originalbesetzung von Piazzollas „Quinteto Tango Nuevo“ die E-Gitarre durch das Vibraphon, ein Schlaginstrument.

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