Münster – Bis zum 1. Februar 2027 ist sie im Erdgeschoss mit zum Teil bislang unveröffentlichten Aufnahmen des Fotografen zu sehen. Damit widmet das Museum Pan Walther (1921–1987) zum dritten Mal seit der Übernahme seines Nachlasses eine Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen Reiseporträts, die Pan Walther seit Mitte der 1950er-Jahre auf Fotoreisen in das damalige Jugoslawien, nach Griechenland, Spanien, Italien, Tunesien und in die Türkei aufgenommen hat.
Auf Straßen und Plätzen, bei der Arbeit oder im Alltag fotografierte Pan Walther Menschen, denen er unterwegs begegnete. Die Ausstellung ist nach den Ländern gegliedert, die Pan Walther bereiste. Neben Nahporträts zeigt sie Aufnahmen, bei denen Körperhaltung und räumliches Umfeld eine wichtige Rolle spielen. So vermitteln die Fotografien nicht nur die Individualität der Porträtierten, sondern auch Eindrücke von der Situation, in der sie entstanden sind.
Die Reiseporträts dokumentieren persönliche Begegnungen und geben zugleich Einblicke in den Alltag und die Lebensverhältnisse der Menschen. Sie zeigen Menschen in ihrer jeweiligen Umgebung und vermitteln Eindrücke einer vergangenen Zeit.
Pan Walther gilt als einer der bedeutenden deutschen Fotografen der Nachkriegszeit. Nach seiner Ausbildung in Dresden zog er 1950 nach Münster, wo er über Jahrzehnte als Porträtfotograf tätig war und ein eigenes Atelier unterhielt. Später lehrte er als Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund. Kennzeichnend für seine Bildsprache sind eine präzise Lichtführung und kräftige Kontraste. Alle in der Ausstellung gezeigten Fotografien sind Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Die Arbeit in diesem Stil wurde zu einem Markenzeichen Pan Walthers.




