Ausstellung mit Lichtkunstobjekten im Kulturforum Hanau

Ab sofort können Besucher:innen zahlreiche besondere Lichtkunstobjekte des gemeinnützigen Kölner Vereins „eineARThaus" im Kulturforum Hanau am Freiheitsplatz entdecken.

Hanau – Im Rahmen einer Pressekonferenz ist die Ausstellung offiziell eröffnet worden. Das durch den Lions Club Hanau Schloss Philippsruhe finanzierte Projekt ist bis zum 31. Januar 2027 zu sehen. „Eine Bibliothek ist längst mehr als ein Ort, an dem Bücher stehen und ausgeliehen werden. Unser Kulturforum in Hanau lädt zum Entdecken, Verweilen und Austauschen ein und genau dazu passen die LichtGeschichten hervorragend“, sagt Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri. „Die Ausstellung eröffnet einen ganz eigenen Zugang zu Literatur, Sprache und Kreativität. Besonders schön ist, dass sie Menschen jeden Alters anspricht und dabei gerade auch jüngere Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.“

Die Ausstellung „LichtGeschichten“ verbindet Kunst mit Literatur, Sprache und kreativem Erzählen. Scherenschnitte aus Papier werden auf Holzkonstruktionen angebracht und durch Licht in Szene gesetzt. Die so entstehenden Bilder zeigen Figuren, Tiere, Gegenstände und fantasievolle Szenen, die immer wieder neu betrachtet und interpretiert werden können. Im Kulturforum sind die Lichtkunstobjekte im gesamten Haus verteilt. So können Besucherinnen und Besucher ihnen beim Rundgang durch das Kulturforum begegnen.

„Wir freuen uns sehr, eine Ausstellung bei uns im Kulturforum zu haben, bei der die Betrachtenden nicht nur etwas anschauen können, sondern unmittelbar ins eigene Denken und Erzählen kommen“, erläutert Lena Kleinert, Projektleiterin der Ausstellung und Teil des Kulturforum-Teams. „Die Motive geben keine fertigen Geschichten vor. Sie lassen bewusst Leerstellen, die jede und jeder mit eigenen Ideen füllen kann.“

Ausstellungsstücke als Ausgangspunkt für eigene Geschichten

Das Konzept richtet sich grundsätzlich an alle Besucherinnen und Besucher des Kulturforum. Einen besonderen Zugang bietet es jedoch Kindern und Jugendlichen: Die Motive machen neugierig, regen zum Fragen und Erzählen an und können unabhängig von individuellen Sprachkenntnissen als Ausgangspunkt für eigene Geschichten dienen. Das Format wurde vom gemeinnützigen Verein „eineARThaus“ ursprünglich als pädagogisches Angebot entwickelt und verbindet ästhetisches Gestalten mit Sprach- und Erzählförderung.

„LichtGeschichten schaffen einen Raum, in dem Sprache ganz spielerisch entstehen kann“, erklären Daniela und Holger Demmer von eineARThaus e.V. „Aus einem Bild wird eine Idee, aus der Idee eine Geschichte. Dabei geht es nicht darum, etwas richtig oder falsch zu erzählen. Entscheidend ist, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, ihre Perspektiven teilen und Freude am eigenen Ausdruck entwickeln.“

Für die Stadt Hanau ist die Ausstellung auch deshalb etwas Besonderes, weil die LichtGeschichten erstmals in einer öffentlichen Bibliothek in Deutschland gezeigt werden. Damit wird das Konzept aus seinem bisherigen pädagogischen Einsatz in einen offenen kulturellen Raum übertragen und für ein breites Publikum zugänglich. Für die Entwicklung und Umsetzung der LichtGeschichten wurde das Projekt 2023 mit dem Sonderpreis für Kreativität des „Megafon – Preis für Sprachbildung und Sprachförderung“ der „Joachim Herz Stiftung“ ausgezeichnet.

„Das Kulturforum ist ein Haus für alle Generationen, und die Ausstellung zeigt sehr schön, wie vielfältig eine Bibliothek heute sein kann“, sagt Nicole Strohrmann, Leiterin des Kulturforum Hanau. „Unser Wunsch ist, dass die Besucherinnen und Besucher nicht einfach an den Objekten vorbeigehen, sondern neugierig werden und sich auf die ausgestellten Stücke einlassen.“

Veranstaltungsangebote im Ausstellungszeitraum

Dazu gibt es bis Ende Januar 2027 verschiedene Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Die Besucherinnen und Besucher werden durch Impulse dazu eingeladen, eigene Texte zu schreiben und ihre Gedanken zu den Motiven festzuhalten. Geplant ist außerdem eine Schreibwerkstatt mit der Mädchengruppe des Mehrgenerationenhauses Fallbach. Dabei sollen die Mädchen über ihre Träume und Vorstellungen von der Zukunft schreiben und ihre Texte mit den Bildern der Ausstellung verbinden. Die entstandenen Texte sollen bei einer Abschlussveranstaltung am 30. November präsentiert werden.

Auch ein Angebot für Erwachsene ist geplant: Bei „Leuchtende Seiten“ sollen Buchempfehlungen von Lesenden für Lesende in der dunklen Jahreszeit im Mittelpunkt stehen. Die offene Veranstaltung findet ab dem 20. Oktober jeden Dienstag statt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer finanziellen Unterstützung ein Projekt ermöglichen können, das Kunst, Bildung und Begegnung auf so unmittelbare Weise verbindet“, sagt Güzin Langner, Präsidentin vom Lions Club Hanau Schloss Philippsruhe. „Als Lions verstehen wir unser Engagement als Beitrag zu einer Gesellschaft, in der Menschen ihre Fähigkeiten entfalten und neue Perspektiven entwickeln können. Die LichtGeschichten sind dafür ein wunderbares Beispiel: Sie verbinden Kunst und Bildung auf eine Weise, die Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Sprachkenntnissen erreicht.  Dass dieses besondere Projekt nun mitten in Hanau und für alle frei zugänglich ist, macht es für uns besonders wertvoll. Wir freuen uns, als Lions auch dazu beitragen zu können, dass das Kulturforum einmal mehr zu einem Ort wird, an dem nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern auch Fantasie, Begegnung und gegenseitiges Verständnis entstehen.“

Die „LichtGeschichten“ sind bis zum 31. Januar 2027 im Kulturforum Hanau (Am Freiheitsplatz 18a) kostenfrei zu sehen. Die Stadtbibliothek Hanau hat Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr und samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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