Essen – Gemeinsam mit Einsatzkräften der Feuerwehr, Vertreter*innen der Stadtverwaltung und der am Bau Beteiligten feierte er den Abschluss der Rohbauarbeiten. „Vor gut einem Jahr haben wir hier den ersten Spatenstich gesetzt. Heute stehen wir vor einem Rohbau, der schon deutlich zeigt, was hier entsteht. Und über uns weht bald der Richtkranz. Das ist ein Moment, auf den man sich freuen darf“, so das Stadtoberhaupt.
Das bisherige Feuerwehrhaus aus den 1960er-Jahren erfüllte die heutigen Anforderungen an Einsatzbereitschaft, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Technik nicht mehr. Nach intensiver Vorplanung beschloss der Rat der Stadt Essen im Juni 2024 den Neubau. Die Abbrucharbeiten des Altgebäudes sind bereits abgeschlossen. „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist für die Stadtverwaltung eine der wichtigsten Aufgaben. Sicherheit ist die Grundlage dafür, dass wir alle gut und gelassen leben können. Wir merken oft erst dann, wie viel davon abhängt, wenn wir einen Notruf absetzen müssen und jede Minute zählt. Deshalb hat der Rat der Stadt entschieden, diese Wache neu zu bauen“, so der Oberbürgermeister.
Die Wache ist ein wichtiger Standort für die Gefahrenabwehr in Werden/Heidhausen. Sie ermöglicht das Einhalten der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen und berücksichtigt zudem die besonderen Zusatzaufgaben der Einheit, etwa in der Waldbrandbekämpfung, der Schlauchlogistik und der Wasserrettung.
Die neue Wache wird die Löscheinheit Werden/Heidhausen, die Jugendfeuerwehr sowie einen Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst beherbergen. Die Fahrzeughalle bietet Platz für sechs Löschfahrzeuge und den Rettungswagen. Feuerwehr und Rettungsdienst werden baulich getrennt und sind unabhängig voneinander nutzbar. Schulungsräume schaffen die Voraussetzungen, Wissen weiterzugeben. Für die Einsatzkräfte entstehen moderne Pausen- und Rückzugsräume sowie eine naturnah begrünte Dachterrasse.
Im Katastrophenfall dient die Wache als „Leuchtturm“ und „Brückenkopf“ für die Versorgung und Betreuung der Bürger*innen in den südlichen Stadtteilen, insbesondere in Werden und Heidhausen. Sie wird dann zum Anlaufpunkt für lokale Betreuung und Information.
Errichtet wird das Gebäude mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Die Gebäudehülle orientiert sich am Passivhaus-Standard und wird in massiver, robuster Ziegelbauweise ausgeführt. So bleiben Wartungsaufwand und Betriebskosten dauerhaft gering. Ein Wärmepumpensystem und eine Photovoltaik-Anlage sorgen für einen regenerativen und energieeffizienten Betrieb. Die extensive Dachbegrünung trägt zudem zur Regenwasserrückhaltung bei.. Die Bauweise erlaubt außerdem künftige Anpassungen der Raumnutzung und macht das Gebäude multifunktional.
Die GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH steuert das Projekt als Totalübernehmerin.
Thomas Kufen dankte allen Beteiligten und insbesondere den Einsatzkräften: „Wie wichtig Ihnen die Sicherheit der Menschen unserer Stadt ist, beweisen die Mitglieder der Feuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr in Essen täglich. Und das oftmals neben Ihrem Beruf, neben Ihrer Familie und oft in Ihrer Freizeit. Dafür möchte ich Ihnen im Namen der ganzen Stadt von Herzen danken.“
Zum Richtfest sprach er einen traditionellen Segensspruch: „Möge dieses Haus allen, die hier ein- und ausgehen, immer ein sicherer Ort sein. Mögen die Einsatzkräfte stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.“ Die Fertigstellung der neuen Feuer- und Rettungswache ist für Ende 2027/Anfang 2028 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 23,5 Millionen Euro.




