Kreis Steinfurt/Greven. Wie kann der Einstieg in einen sozialen Beruf gelingen? Welche Qualifikationen sind gefragt und welche beruflichen Perspektiven gibt es? Antworten auf diese Fragen erhielten 24 Kundinnen und Kunden des jobcenters Kreis Steinfurt bei der Veranstaltung „Wir begleiten Wege“ im Pfarrheim St. Josef in Greven. Bereits zum vierten Mal hatten das Jobcenter und die Caritas Emsdetten-Greven gemeinsam zu dem Arbeitgebergespräch eingeladen.
Im Mittelpunkt standen Gespräche mit den Verantwortlichen verschiedener Caritas-Fachbereiche. Dazu gehörten die Hilfen für alte und kranke Menschen, für Menschen mit Behinderung sowie für suchtkranke und psychisch kranke Menschen. Auch die Personalabteilung sowie Klaus Wilp und André Diecks, die beiden Vorstände der Caritas, waren vertreten. Die Teilnehmenden informierten sich über konkrete Einsatzmöglichkeiten, stellten Fragen zu den Anforderungen der jeweiligen Tätigkeiten und veranschaulichten ihre eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen.
Die beruflichen Interessen waren vielfältig: Einige Teilnehmerinnen hatten bereits eine Qualifizierung zur Betreuungskraft in einer Offenen Ganztagsschule (OGS) absolviert. Eine weitere Bewerberin verfügte über eine Qualifikation als Betreuungsassistenz. Eine Teilnehmerin hatte zudem eine Ausbildung zur Pflegefachassistenz begonnen, diese jedoch nicht abschließen können. Entsprechend gefragt waren Tätigkeiten in der Schulbegleitung, der Pflegeassistenz und der Betreuung älterer und kranker Menschen.
Auch längerfristige berufliche Perspektiven kamen zur Sprache. So interessierte sich ein junger Teilnehmer für eine Ausbildung zum Pflegefachmann, die er voraussichtlich 2027 beginnen könnte. Für die Zeit bis dahin könne er sich eine Beschäftigung bei der Caritas vorstellen. Ein weiterer Gesprächstermin wurde vereinbart, um die Möglichkeiten genauer zu besprechen.
Der besondere Wert der Veranstaltung lag darin, dass Interessierte unmittelbar mit den zuständigen Fachbereichsleitungen ins Gespräch kamen. So ließen sich Anforderungen, Arbeitsbedingungen und mögliche Einsatzbereiche konkret besprechen. Erste Kontakte entstanden, individuelle Möglichkeiten wurden ausgelotet und weitere Gespräche konnten direkt vereinbart werden.
Auch die Caritas zeigte sich mit der Organisation der Veranstaltung zufrieden. Die Rückmeldungen zu den einzelnen Bewerberinnen und Bewerbern fielen unterschiedlich aus. „Das gehört zu einem Vermittlungsprozess, bei dem die Erwartungen des Arbeitgebers und die Fähigkeiten sowie Interessen der Bewerbenden zusammenpassen müssen“, erläuterte Florian Pörtner vom Arbeitgeberservice des jobcenter Kreis Steinfurt und ergänzte: „Für uns ist das Format deshalb ein wirksamer Weg, Menschen und Arbeitgeber zusammenzubringen. Der vertrauensvolle, persönliche Rahmen ermöglicht Gespräche auf Augenhöhe – ohne dass bereits alle Fragen zur beruflichen Zukunft geklärt sein müssen. Entscheidend ist, gemeinsam zu prüfen, welche nächsten Schritte möglich sind.“
Dass „Wir begleiten Wege“ bereits zum vierten Mal stattgefunden hatte, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit. Jobcenter und Caritas schufen damit einen direkten Zugang zu beruflichen Möglichkeiten im sozialen Bereich und eröffneten Menschen, die zu diesem Zeitpunkt Grundsicherung bezogen, konkrete Perspektiven für den Weg in Beschäftigung.




