Krefeld – Dafür hat die Verwaltung dem Planungsausschuss am Donnerstag, 15. Oktober 2026, drei Vorlagen mit konkreten Maßnahmen vorgelegt. Zwei davon betreffen die Gemeinschaftsgrundschule Krähenfeld-Horkesgath und die Pestalozzi-Grundschule. Die Vorschläge gehen auf die Arbeit der im vergangenen Jahr gegründeten Arbeitsgruppe „Schulsicherheit“ zurück. Ein weiterer Maßnahmenvorschlag für die Hauptstraße, die für viele Kinder auf dem Schulweg zur Geschwister-Scholl-Schule in Krefeld-Oppum liegt, kommt aus der Bezirksvertretung Ost.
An der Gemeinschaftsgrundschule Krähenfeld-Horkesgath soll eine `Kiss-and-Ride´-Zone eingerichtet und ein Fußgängerüberweg geschaffen werden. Insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten kommt es dort bislang regelmäßig zu unübersichtlichen Verkehrssituationen. Die geplanten Maßnahmen sollen den Verkehr entzerren und das sichere Überqueren der Straße erleichtern.
Auch an der Pestalozzi-Grundschule soll die Verkehrssituation verbessert werden. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt im Rahmen einer einwöchigen Projektphase verschiedene Lösungsansätze vor Ort getestet. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erfahrungen schlägt die Verwaltung nun eine Elternhaltestelle an der Hülser Straße vor. Zudem soll die Straße zur Einbahnstraße werden. Durch die Freigabe für den Radverkehr in Gegenrichtung und zusätzliche Abstellmöglichkeiten soll auch das Radfahren sicherer und komfortabler werden.
Die beiden Schulstandorte wurden von der Arbeitsgruppe „Schulstraße“ bei Ortsterminen gemeinsam mit den jeweiligen Schulleitungen begutachtet. Grundlage ihrer Arbeit sind unter anderem die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Kinderunfällen, das die Stadt gemeinsam mit der Bergischen Universität im Rahmen von „Krefelder Fairkehr“ zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Kinder durchgeführt hat. Die Ergebnisse wurden im Februar in den politischen Gremien vorgestellt.
Darüber hinaus greift die Arbeitsgruppe Hinweise aus den Schulen auf. Wenn Schulleitungen problematische oder unübersichtliche Verkehrssituationen beobachten, können sie sich an die Stadtverwaltung wenden. Die Arbeitsgruppe erfasst die eingehenden Meldungen, bewertet ihre Dringlichkeit und arbeitet sie schrittweise ab. Ziel ist es, Gefahrenstellen systematisch zu identifizieren und geeignete Maßnahmen für sicherere Schulwege zu entwickeln.
Eine dritte Vorlage, die nicht durch die Arbeitsgruppe bearbeitet wurde, aber ebenfalls das Thema Schulsicherheit thematisiert, kommt aus der Bezirksvertretung Ost in den Planungsausschuss. Der Vater eines Schulkindes hatte hier die gefährliche Querungssituation an der Hauptstraße als vielbefahrene Hauptverkehrsroute angesprochen. Die Stadt schlägt vor, in Höhe der Bushaltestelle n der Heinrich-Klausmann-Siedlung eine Mittelinsel einzurichten, um den Straßenübergang sicherer zu gestalten.
Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen der Stadt Krefeld. Bereits 1999 gründete sie gemeinsam mit der Polizei Krefeld und der Verkehrswacht Krefeld die Initiative „Krefelder Fairkehr“. Ein Schwerpunkt liegt auf der Präventionsarbeit, die bereits im Kita-Alter beginnt. Dazu gehören unter anderem eine Verkehrspuppenbühne für jüngere Kinder, Fahrradtrainings an Grundschulen und der „Crash Kurs“ an weiterführenden Schulen, der die Folgen von Alkohol am Steuer eindrücklich vermittelt.
Seit der Gründung der Initiative hat sich die Zahl der verunglückten Kinder mehr als halbiert. Mit der Arbeitsgruppe „Schulstraße“ setzt die Stadt diesen Weg fort.




