Düsseldorfer EG mit Kantersieg gegen Dresden

Die Rot-Gelben feiern den achten Sieg in Serie und schossen die Dresdner Eislöwen mit 6:1 aus der Halle.

Düsseldorf – Das Spiel dieser zwei hoch eingeschätzten Teams begann eher unspektakulär. Beide Mannschaften neutralisierten sich und große Möglichleiten waren selten. Und wenn, waren die beiden Goalies zur Stelle: Fabian Hegmann – in der DEG-Jugend ausgebildet – für Dresden und Lunemann für die DEG. Als schon ein torloses erstes Drittel in der Luft lag, schlugen die Gastgeber doch noch zu: Im ersten Powerplay des Abends war die Düsseldorfer Paradereihe mit Brett Kemp, Corey Mackin, Erik Bradford und Max Faber auf dem Eis. Der Puck kam auf Turnbull, der zog zum Tor – und sein Handgelenkschuss landete im Tor! Das 1:0 für die DEG bei 17:23, die Vorlagen kamen von Faber und Bradford. Aber auch Kemp verdiente sich ein Sonderlob, war er doch vor Hegmann hübsch hochgesprungen und hatte dadurch dem Keeper die Sicht genommen. Und die DEG legte sogar nach. 28 Sekunden vor Drittelende lief plötzlich Ville Järveläinen alleine auf Hegmann zu und schloss durch die Beine zum 2:0 ab (19:32), die Vorlagen erneut durch Faber und Bradford. Mit dieser etwas überraschenden, aber wunderschönen Führung ging es in die Pause.

Das Mitteldrittel sah zunächst verstärkte Bemühungen der Eislöwen, die sich aber nicht entscheidend durchsetzen konnten. Dann war wieder die DEG am Zug. Und wie! Die vierte Reihe fuhr einen Konter, Shawn O’Donnell passte auf den mitstürmenden Matthias Pischoff, der trocken ins obere Eck abschloss (25:22). 3:0! Die zweite Vorlage kam von Mateu Späth. Und dann nur 13 Sekunden später sogar das 4:0! Andrew Bodnarchuck zog von der rechten Seite ab, und knapp an den Ohren von Hegmann vorbei flog der Puck mit Macht ins Netz. Eine irre Szene bei 25:35, Vorlagen Fabian Herrmann und Turnbull! Das war zu viel für den tapferen Hegmann und Marvin Bebmer ging für ihn in den Kasten. Nun spielte sich die DEG fast ein einen Rausch, und Dresden wankte erheblich. Das Drittel und die begeisterten Zuschauer erlebten noch drei weitere Treffer. Zunächst das Eislöwen-Tor durch Lukas Buschbeck (30:08), dann das 5:1 durch Faber (im Powerplay, 35:25, Vorlagen Mackin und Turnbull) und sogar das 6:1 durch Turnbull bei 36:57. Die Vorlagen kamen auch hier – richtig – von Faber und Bradford.  „Oh, wie ist das schön“, sangen die viel zu wenigen Fans. Was ein Drittel!

Im letzten Abschnitt war das Spiel weniger hitzig. Viele Strafen und Zweikämpfe (und eine von Bodnarchuck klar gewonnene Rauferei) hatten die ersten 40 Minuten geprägt. Jetzt ging es etwas ruhiger zu. Auch Tore fielen zunächst keine weiteren. Ein wunderschöner Angriff über Leon Niederberger, Kevin Orendorz und  Jason Bast brachte leider nicht Treffer Nummer 7. Egal! Die 4.500 Besucher hatten auch so ihren Spaß. Tore fielen nicht mehr – so blieb es beim 6:1.

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