Krefeld – Eine entsprechende Planung hat der Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung jetzt in der Bezirksvertretung West vorgestellt. Die Politik stimmte dem Vorhaben mehrheitlich zu. Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, wird die Planung abschließend im Planungsausschuss vorgestellt. Die Pestalozzistraße mit der angrenzenden Pestalozzi-Grundschule verbindet die Fahrradstraße Inrather Straße mit der Hülser Straße. Derzeit gilt dort eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde, zudem verkehrt regelmäßig die Buslinie 057. Die Schule hatte aufgrund der Verkehrssituation ein erhöhtes Gefahrenpotenzial im Bereich des Schulgeländes festgestellt und die Stadtverwaltung darauf hingewiesen.
Im Rahmen eines Pilotprojekts während der Europäischen Mobilitätswoche 2025 war die Pestalozzistraße vorübergehend als Schulstraße eingerichtet worden. Die Stadtverwaltung hat die Erfahrungen aus dieser Pilotphase ausgewertet und in die nun vorliegende Planung einfließen lassen. Auch Hinweise aus der Schulgemeinschaft sowie die Expertise des Bürgervereins Inrath wurden berücksichtigt. Oberbürgermeister Frank Meyer hatte beim Fest zum 180-jährigen Bestehen der Grundschule im Sommer angekündigt, dass die Planung vor dem Abschluss stehe und der Straßenraum künftig sicherer werden solle.
Konkret ist vorgesehen, an der Hülser Straße in Höhe der Hausnummer 417 eine Elternhaltestelle einzurichten. Dort können Eltern ihre Kinder künftig sicher ein- und aussteigen lassen. Die Pestalozzistraße soll als Einbahnstraße künftig nur noch von der Inrather Straße in Richtung Hülser Straße befahren werden dürfen. Für den Radverkehr wird die Einbahnstraßenregelung in Gegenrichtung geöffnet. Auch die Bushaltestelle an der Inrather Straße im Bereich der Schule soll künftig als zusätzliche Haltefläche genutzt werden können. Direkt vor dem Schulgelände wird die Verkehrsfläche verengt. Dort soll künftig nicht mehr gehalten werden dürfen. Zusätzlich werden weitere Fahrradstellplätze eingerichtet.
Die Kosten für den Umbau werden aus Mitteln des Kommunalbetriebs Krefeld (KBK) finanziert. Die neue Regelung soll zunächst für ein Jahr im Rahmen einer Testphase erprobt werden. Bewährt sich das Konzept, kann die Regelung dauerhaft eingerichtet und perspektivisch um eine Querungsmöglichkeit über die Pestalozzistraße ergänzt werden. Die Erfahrungen mit der Schulstraße im Jahr 2025 hatten gezeigt, dass eine dauerhafte Sperrung der Pestalozzistraße nicht die geeignete Lösung für die örtliche Situation ist. Anwohnerinnen und Anwohner hatten unter anderem auf fehlende Parkmöglichkeiten hingewiesen. Zudem wurde die während des Pilotversuchs an der Inrather Straße eingerichtete Elternhaltestelle nur wenig genutzt. Die temporäre Sperrung der Pestalozzistraße war außerdem mit einem organisatorischen Aufwand verbunden, da für die Absicherung ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eingesetzt werden mussten. Vor diesem Hintergrund entschied sich die Stadtverwaltung gegen eine Fortsetzung des Pilotversuchs in dieser Form.




