Arnsberg – Im Mittelpunkt des Theaterstücks steht der junge Soldat „Beckmann“. Physisch und psychisch gezeichnet, kehrt er aus der Kriegsgefangenschaft zurück in seine Heimat und steht vor verschlossenen Türen. Seine Frau hat ihn verlassen, die Gesellschaft will von seiner Schuld und seinem Leid nichts wissen.
Auf einer traumähnlichen Odyssee begegnet er Menschen, die wegschauen und allegorischen Figuren, wie dem Tod, Gott und seinem eigenen, gespiegelten Ich. Der Autor erschuf mit seinem Werk eine vielschichtige Welt zwischen Realismus, Groteske und tiefster Poesie. Wolfgang Borchert selbst hatte gerade seine Schauspielausbildung beendet, als er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. 1947 starb er 26-jährig, einen Tag vor der Uraufführung seines bedeutendsten Werkes.
„Draußen vor der Tür“ gilt als das wichtigste Anti-Kriegs-Drama des deutschen Theaters und ist in Zeiten aktueller Debatten über Frieden, Wehrpflicht und Verantwortung aktueller denn je. Die Inszenierung von Regisseur Kai Frederic Schrickel schlägt meisterhaft eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und regt an, generationsübergreifend ins Gespräch zu kommen.
Der Vorhang für dieses besondere Schauspiel öffnet sich am Donnerstag, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im Sauerland-Theater. Das Kulturbüro freut sich, interessierten Theatergästen ein besonderes Highlight anzubieten zu können: Vor Beginn der Aufführung wird der Schauspieler und Regisseur Andreas Erfurth eine 20-minütige Einführung in das Werk und die Hintergründe geben. Beginn dieses informativen und unterhaltsamen Einblicks ist bereits um 19 Uhr im Theater.




