Essen – An der Grundschule Nordviertel werden dafür die Peterstraße und die Gertrudisstraße zu festgelegten Zeiten für den Autoverkehr gesperrt. Die Maßnahme ist bereits die vierte Schulstraße, die auf Essener Stadtgebiet umgesetzt und erprobt wird.
Warum richtet die Stadt Essen Schulstraßen ein?
Mit der Schulstraße sollen insbesondere die Schulwege für die Kinder sicherer und übersichtlicher gestaltet werden. Gleichzeitig soll sie dazu beitragen, dass mehr Schüler*innen ihren Schulweg selbstständig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller zurücklegen. Sichere und möglichst autofreie Bereiche rund um Schulen können Kindern den eigenständigen Weg zur Schule erleichtern. Bewegung auf dem Schulweg fördert zudem Gesundheit und Selbstbewusstsein und kann sich positiv auf das Lernen auswirken. Gleichzeitig leistet der Ansatz einen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität.
Wann gelten die Sperrungen?
Die Zufahrt in den verkehrsberuhigten Bereich vor der Grundschule ist künftig montags bis freitags von 7:30 bis 8:30 Uhr sowie von 11:30 bis 14 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Anwohner*innen sind von der Sperrung ausgenommen und können den Bereich weiterhin mit ihren Fahrzeugen erreichen.
Wo gibt es Elternhaltestellen?
Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen müssen, werden drei Elternhaltestellen eingerichtet. Zwei befinden sich auf der Kleinen Stoppenberger Straße – jeweils eine in beiden Fahrtrichtungen. Eine weitere Elternhaltestelle wird auf der Altenessener Straße in Fahrtrichtung Norden auf Höhe der Beisingstraße eingerichtet. Von dort können die Kinder ihren weiteren Schulweg selbstständig zu Fuß zurücklegen.
Wie lange dauert die Erprobung?
Die Schulstraße an der Grundschule Nordviertel soll zunächst für etwa ein Jahr erprobt werden. Nach den ersten Monaten ist eine Evaluation vorgesehen. Die Erfahrungen aus der Erprobung sollen zeigen, wie sich die Maßnahme auf die Verkehrssituation und die Sicherheit der Schulkinder auswirkt. Bei einer erfolgreichen Erprobung soll die Schulstraße dauerhaft eingerichtet werden. Erfahrungen aus den bereits bestehenden Schulstraßen in Essen fließen dabei in die Umsetzung ein. Die Schulstraßen an der Kantschule sowie der Grundschule „Am Krausen Bäumchen“ befinden sich ebenfalls noch in der Erprobungsphase, in der Bardelebenstraße ist die Maßnahme für für zwei Schulen verstetigt worden.
Was steckt hinter dem Projekt?
Entstanden ist die Schulstraße an der Grundschule Nordviertel aus einem Schulweg-Check des Projekts Be-MoVe der Grünen Hauptstadt Agentur (GHA) der Stadt Essen. Be-MoVe war ein Reallabor-Projekt zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Die Schulweg-Checks bieten Schulen und Kindertagesstätten die Möglichkeit, gemeinsam mit Expertinnen*Experten Gefahrenstellen auf den täglichen Wegen zu identifizieren und Lösungen für eine sicherere und selbstständigere Mobilität der Kinder zu entwickeln.




