Lippstadt – Mit Gudrun Barenbrock, Frank Bölter, Angelika Höger und Frank Schulte wurden vier Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich intensiv mit Lippstadt und seinen Stadtteilen auseinanderzusetzen.
„‚Artists in Residence‘ bezeichnet ein Kunstformat, bei dem Künstlerinnen und Künstler für einen bestimmten Zeitraum an einem Ort arbeiten und ihre Umgebung zum Ausgangspunkt für neue Kunstwerke und Projekte machen“, erklärt Kulturmanagerin Ina Lange vom Fachdienst Kulturverwaltung. Dabei entstehen häufig ortsspezifische Arbeiten, die sich unmittelbar mit den Besonderheiten des jeweiligen Ortes beschäftigen und die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen, Entdecken oder Nachdenken einladen.
2026 steht dabei die Verbindung der vier Himmelsrichtungen Lippstadts im Mittelpunkt: In Esbeck, Bökenförde, Bad Waldliesborn und Eickelborn entstehen jeweils an einem Wochenende künstlerische Projekte im öffentlichen Raum. Die Arbeiten sind interaktiv, performativ oder skulptural und beziehen die jeweiligen Orte auf ganz unterschiedliche Weise ein.
Den Auftakt macht am Samstag, 12. September 2026, um 14 Uhr der in Lippstadt geborene Kölner Künstler Frank Bölter mit seiner Performance und temporären Installation „Bis zum Ende der Welt“.
Ausgangspunkt ist das Lippeufer in Lippstadt-Esbeck an der Schambrede. Gemeinsam mit Unterstützung des WSC Lippstadt e. V. entsteht dort ein neun Meter großes Papierboot. Das ungewöhnliche Wasserfahrzeug wird anschließend auf der Lippe zu Wasser gelassen. Bölter fährt damit in Begleitung einer kleinen Flotte des WSC in Richtung Bootshaus des Vereins an der Esbecker Straße 1.
Dort wird das Papierboot anschließend als temporäre Installation bis Oktober ausgestellt. Ab 17 Uhr lädt der WSC Lippstadt e. V. am Bootshaus zu einem Umtrunk ein.
Weiter geht es in Lippstadt-Bökenförde. Die Bielefelder Künstlerin Angelika Höger eröffnet am Freitag, 18. September 2026, um 17 Uhr ihre Arbeit „Erscheinen“ in und um die Wallfahrtskapelle Brünneken am Liebfrauenweg.
In Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius Bökenförde entsteht im Park der Wallfahrtskapelle ein besonderer Kunst-Garten. Alltagsgegenstände werden zweckentfremdet und erhalten dadurch eine neue Bedeutung. Bewegung, Raum und Sound sind zentrale Elemente der Installation. Dinge beginnen zu klingen, zu leuchten oder sich scheinbar wie von Zauberhand zu bewegen.
Am Samstag und Sonntag, 19. und 20. September, jeweils von 14 bis 17 Uhr, haben Besucherinnen und Besucher zudem die Möglichkeit, in offenen Workshops gemeinsam mit der Künstlerin weitere Elemente für die Installation zu gestalten. Die Installation ist darüber hinaus durchgehend geöffnet.
Im Oktober macht „Artists in Residence“ Station in Bad Waldliesborn. Der Kölner Klang- und Medienkünstler Frank Schulte präsentiert dort seine Arbeit „Spheres“.
Am Freitag, 9. Oktober 2026, beginnt von 16 bis 19 Uhr ein Workshop, bei dem die Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit dem Künstler Objekte für die Installation bauen können. Um 19 Uhr wird die Ausstellung eröffnet.
Im Kurpark, in der Nähe des Nebelweges, entsteht mit Klang- und Lichtelementen ein besonderer künstlerischer Erfahrungsraum. Schulte verbindet installative Arbeiten mit interaktiven und kommunikativen Elementen. Für die Klanginstallation werden Geräusche aus der unmittelbaren Umgebung aufgenommen und künstlerisch verarbeitet.
Mit Einbruch der Dunkelheit verändert sich die Atmosphäre im Kurpark: Licht und Klang lassen die Installation zu einem geheimnisvollen Zaubergarten werden. Die Ausstellung kann am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober, jeweils von 14 bis 20 Uhr besucht werden.
Den Abschluss bildet das Projekt „Vom Paradies“ der Kölner Künstlerin Gudrun Barenbrock in Lippstadt-Eickelborn. Am Freitag, 30. Oktober 2026, um 18 Uhr wird die multimediale Installation in der ehemaligen Evangelischen Kirche an der Eickelbornstraße 19 eröffnet.
Gudrun Barenbrock verwandelt den Kirchenraum mit schwarz-weißen Lichtprojektionen und einem Klangstrom in eine immersive künstlerische Installation. Licht und Klang erfassen den gesamten Raum und schaffen eine besondere Atmosphäre, in der die Besucherinnen und Besucher die ehemalige Kirche auf eine neue Weise erleben können.
Die Installation ist am Samstag und Sonntag, 31. Oktober und 1. November, jeweils von 17 bis 21 Uhr geöffnet.




