Düsseldorf – Landesweit stehen den örtlichen Jugendämtern für das Kindergartenjahr 2026/2027 insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung. Auf Düsseldorf entfallen davon rund 7,8 Millionen Euro. Die Mittel sind für die Weiterleitung an die Träger der Kindertageseinrichtungen vorgesehen.
„Die Umstellung auf beitragsfreie Betreuungsplätze bis 35 Wochenstunden ist ein wichtiger Schritt für Düsseldorfer Familien. Gleichzeitig müssen wir den Trägern die notwendige Zeit und Unterstützung geben, um die damit verbundenen Veränderungen gut umzusetzen. Die zusätzlichen Transformationsmittel des Landes helfen dabei, die Übergangsphase verlässlich zu gestalten und die Träger bei den notwendigen Anpassungen zu unterstützen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.
Mit der Einführung von Fünf-Stunden-Buchungsschritten wird das Betreuungsangebot stärker an den unterschiedlichen Bedarfen der Familien ausgerichtet. Ein wesentlicher Bestandteil des Veränderungsprozesses wird dabei das derzeit noch nicht absehbare Buchungsverhalten der Eltern sein. In Düsseldorf wird mit einer höheren Nachfrage nach Betreuungsplätzen mit 35 Wochenstunden gerechnet, da diese ab dem 1. August 2027 beitragsfrei sein werden.
Wenn Eltern verstärkt 35- oder 40-Stunden-Plätze wählen, kann dies in der Übergangsphase dazu führen, dass in den Einrichtungen zunächst noch personelle und strukturelle Ressourcen für andere Betreuungsumfänge vorhanden sind. Die zusätzlichen Transformationsmittel sollen dabei helfen, die entstehenden vorübergehenden Mehrausgaben aufzufangen und die Träger bei der wirtschaftlichen Bewältigung des Anpassungsprozesses zu unterstützen.
Die zusätzlichen Mittel werden den Jugendämtern als fachbezogene Pauschale zur Verfügung gestellt und entsprechend den Vorgaben an die nach dem KiBiz geförderten Träger weitergeleitet. Für das Jahr 2026 stehen Düsseldorf rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, für 2027 weitere 4,3 Millionen Euro.
„Wir wollen die Transformation gemeinsam mit den Trägern gestalten. Wenn sich die Betreuungswünsche der Familien verändern, braucht es Zeit und Ressourcen, um Strukturen und Personaleinsatz entsprechend anzupassen. Die Transformationsmittel können dabei einen wichtigen Beitrag leisten, damit diese Übergangsphase für die Träger verlässlich und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden kann“, betont Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird die Mittel entsprechend ihrer Zweckbestimmung an die Träger weiterleiten und damit einen Beitrag zur Stabilisierung des Düsseldorfer Kita-Systems im laufenden Veränderungsprozess leisten.




