Düsseldorf – Die Filmreihe zeigt bis zum 24. Oktober 2026 sein Langfilmschaffen als Einzelregisseur sowie eine Auswahl von Filmen, die sein Werk beeinflusst haben. Zum Auftakt wird im hauseigenen Kino – der Black Box – am Mittwoch, 2. September 2026, um 20:00 Uhr Lanthimos aktuellster Film „Bugonia“ gezeigt.
Im Mittelpunkt von Lanthimos Filmen stehen meist Menschen, die ihrer Gefühle und damit auch ihrer Menschlichkeit beraubt zu sein scheinen. Diese innere Leere spiegelt sich in der Architektur, vor allem aber in Mimik, Gestik und Sprache seiner Figuren wider, die dadurch oft fremdartig und befremdlich wirken. Aus dieser Verfremdung entsteht eine absurde Welt, die zugleich komisch und verstörend ist. Mit nicht-linearen, rätselhaften Erzählstrukturen und einer eigenwilligen Kameraarbeit eröffnet Lanthimos neue Blicke auf seine Figuren und unsere Realität. Er zerlegt das Vertraute und setzt es neu zusammen, um vermeintliche Gewissheiten ins Wanken zu bringen.
Yorgos Lanthimos gilt als bekanntester Vertreter der sogenannten Greek Weird Wave (dt.: griechische seltsame Welle). Das Kino der „Greek Weird Wave“ entstand als Reaktion auf den Höhepunkt der Finanzkrise und die damit verbundenen gesellschaftlichen Unruhen um 2008. Spätestens mit „Poor Things“ (2023) ist Lanthimos im Mainstream angekommen, doch das Seltsame prägt sein Werk bis heute.
Der Eintritt zur Auftaktveranstaltung kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro und mit Black-Box-Pass vier Euro. Vorverkauf an der Kinokasse des Filmmuseums, Schulstraße 4. Reservierungen sind telefonisch unter 0211-8992232 möglich.




