Düsseldorf – Was bedeutet es, wirklich frei zu sein? Diese Frage stellt sich der junge Chris McCandless, als er sein altes Leben hinter sich lässt und in die Wildnis Alaskas aufbricht. Seine wahre Geschichte, erzählt in Jon Krakauers Bestseller „Into the Wild“, polarisiert bis heute: Die einen bewundern seinen Mut, andere halten ihn für naiv. Genau das macht sie so faszinierend – und zum Ausgangspunkt der neuen Konzertproduktion des Niederrhein Musikfestivals 2026.
Die Idee zu diesem Konzertprojekt entwickelte die Flötistin und künstlerische Leiterin Anette Maiburg hat für „Into the Wild – Klang der Freiheit“ hat sie Stücke ausgewählt, die McCandless‘ Sehnsucht nach einem einfachen, selbstbestimmten Leben auf ganz eigene Weise einfangen – obwohl sie Jahrzehnte vor dem Roman entstanden: „Mother Nature’s Son“ der Beatles, „Nature Boy“ (bekannt durch Nat King Cole) und „Feeling Good“, berühmt geworden durch Nina Simone. Dazu treten Bachs Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, ein Satz aus Mahlers 5. Sinfonie Adagietto und das armenische Volkslied „Hov Arek“ – eigens arrangiert für das Maiburg Ensemble und eng mit Textauszügen aus dem Roman verwoben.
Die Worte spricht Thomas Kitsche, bekannt aus Film- und Fernsehproduktionen, darunter der Apple-TV-Serie Hijack, sowie von zahlreichen Engagements an deutschen Theaterbühnen, unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus. Gesungen werden die Songs von Florian Gerhards, der als Jazz-Trompeter und Sänger gleichermaßen zu Hause ist. Es spielt das Maiburg Ensemble um die Flötistin Anette Maiburg, die mit ihrem klassisch geprägten Ton, ihrer stilistischen Offenheit und ihrem feinen Gespür für Klangfarben Musiker ganz unterschiedlicher Genres zusammengeführt hat: den Klassik- und Jazzpianisten Pascal Schweren, den Jazzbassisten Caspar van Meel und den Percussionisten Fethi Ak, der zu den virtuosesten Darbukaspielern Deutschlands zählt und mit seinem Spiel orientalische Klangfarben in den Ensembleklang einbringt. So verbinden sich musikalische Traditionen zu einem facettenreichen Ensembleklang, der den Werken eine neue Dimension verleiht.




