300. Sharingstation in Düsseldorf eröffnet

Um das wilde Abstellen der Leih-E-Scooter zu ordnen, wurde im Februar 2022 am Horionplatz in der Carlstadt die erste Sharingstation eingerichtet.

Düsseldorf – Inzwischen wurde das Netzwerk der Sharingstationen weiter ausgebaut. An der Blücherstraße, Hausnummer 1a, in Pempelfort ist jetzt die 300. Sharingstation im Stadtgebiet in Betrieb gegangen. Das stadtweite Mobilitätsnetzwerk sorgt durch die Sharingstationen seit vier Jahren für weniger „Wildparken“ bei den Scootern, eine bessere Verfügbarkeit sowie ein geordnetes Sharing rund um Bus- und Bahnhaltestellen für die erste und letzte Meile der Reisekette.

Sharingstationen sind markierte Parkflächen, die digital verwaltet werden. Per GPS wird sichergestellt, dass die Miete von Leih-E-Scootern und Fahrrädern innerhalb der vorgesehenen Bereiche beendet wird. Die Sharingstationen werden in enger Zusammenarbeit von Stadt und der Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD) geplant und im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf realisiert.

„In nur wenigen Jahren haben wir große Fortschritte erzielt und die Mikromobilität in Düsseldorf gezielt geordnet. Nun wurde bereits die 300. Sharingstation eröffnet. Damit zeigen wir, wie stadtverträgliches Fahrrad- und E-Scooter-Sharing erfolgreich umgesetzt werden kann, auch wenn hier immer noch viel zu tun bleibt“, sagt Cornelia Zuschke, Dezernentin für Planen, Bauen, Wohnen, Grundstückswesen und Mobilität.

Nach der ersten Sharingstation am Horionplatz folgten die 100. Sharingstation im August 2023 am Gustaf-Gründgens-Platz und die 200. Sharingstation im November 2024 an der Eckenerstraße in Unterrath. Seit 2023 hat sich das Netzwerk demnach verdreifacht. Bis zum Jahr 2030 sollen stadtweit insgesamt rund 600 Stationen entstehen. Sharingstationen entstehen dabei sowohl im Zusammenhang mit Mobilitätsstationen als auch unabhängig von diesen im gesamten Stadtgebiet beispielsweise in Stadtteilzentren, an Haltestellen von Bus und Bahn oder an anderen zentralen und attraktiven Stellen.

Fakten rund um Stationen und Nutzung

Die Sharingstationen sorgen nicht nur für eine verlässliche Verfügbarkeit der Leih-E-Scooter und Mietfahrräder, sondern haben auch zu einem deutlichen Rückgang der Beschwerden über falsch abgestellte E-Scooter geführt. In Partnerschaft mit den Leihfirmen wird ein strategisch geplantes Gesamtnetzwerk sukzessive umgesetzt. Ergänzend werden rund um die Stationen flächendeckend Parkverbotszonen für Leih-E-Scooter und Fahrräder eingerichtet, um unsachgemäßes Abstellen zu verhindern. Diese Fläche umfasst stadtweit aktuell rund 12 Quadratkilometer, was rund 1.680 Fußballfeldern entspricht.

Die für Planung und Steuerung relevanten Mobilitätsdaten werden in der kommunalen Mobilitätsdatenplattform der CMD datenschutzkonform verarbeitet. Im Jahr 2025 wurden beispielsweise über 5,2 Millionen Fahrten mit E-Scootern und Leihfahrrädern zurückgelegt. Die Nutzungsspitzen liegen zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 15 und 19 Uhr, was auf eine starke Nutzung im Berufs- und Alltagsverkehr hindeutet.

Auch für die strategische Planung und den Betrieb des Netzwerks spielt die Mobilitätsdatenplattform eine zentrale Rolle, wie Dr. David Rüdiger, technischer Geschäftsführer der CMD, erklärt: „Durch den engen Austausch mit den Sharing-Anbietern und die Nutzung relevanter Daten konnte die Mikromobilität in Düsseldorf gezielt gesteuert und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Mit dem weiteren Ausbau der Stationen, insbesondere in den Außenbezirken und an zentralen ÖPNV-Haltepunkten, schaffen wir ein stadtweites Angebot, das viele Orte auch ohne eigenes Auto besser erreichbar macht.“

Ausblick: Netzwerk wächst weiter

Der weitere Ausbau von Sharingstationen ist bereits geplant. Insbesondere im Umfeld der neuen Mobilitätsstationen im Aktionsraum Pempelfort, Derendorf und Golzheim sollen zusätzliche Sharingstationen entstehen. Auch in den Stadtbezirken 2 (Flingern, Düsseltal), 3 (Oberbilk, Unterbilk, Bilk, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Flehe, Volmerswerth) und 4 (Oberkassel, Niederkassel, Lörick, Heerdt) wird die städtische Strategie zum Ausbau von Sharingstationen weiter umgesetzt und das Netzwerk noch in diesem Jahr großflächig erweitert werden. Gemeinsam mit dem im Aufbau befindlichen Netzwerk an Mobilitätsstationen entsteht so ein leistungsstarkes Angebot für neue, flexible und effiziente Mobilität in Düsseldorf.

Zeitgleich führt das Amt für Verkehrsmanagement ein Vergabeverfahren für geteilte Mikromobilität durch. Holger Odenthal, kommissarischer Leiter des Amts für Verkehrsmanagement führt aus: „Durch das Vergabeverfahren können wir das Abstellverfahren von E-Scootern und Mietfahrrädern in Düsseldorf zukünftig noch stärker verbessern und die geteilte Mobilität in Düsseldorf stadtverträglicher regulieren.“ Auch für die seit Juli verfügbaren neuen Mietfahrräder der Stadt, die „Düsselbikes“, spielen die Sharingstationen eine wichtige Rolle. Sie können ebenfalls in allen Sharingstationen ausgeliehen und zurückgebracht werden.

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