Düsseldorf – In diesem Jahr stehen insbesondere hybride Bedrohungen, Sabotageakte und die Stärkung kommunaler Resilienzen im Fokus. Das International City Network for Crisis Management (ICNCM) bringt seit 2003 Expertinnen und Experten aus europäischen Städten und Regionen zusammen, um sich zu aktuellen Herausforderungen im Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz auszutauschen. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller eröffnete die Konferenz am Montagabend, 18. Mai, im Rathaus und begrüßte die rund 30 Teilnehmenden aus acht Ländern, darunter Estland, Israel, Österreich, und Ukraine.
„Die zunehmende Vernetzung und Komplexität moderner Risiken zeigt, wie wichtig belastbare Strukturen und internationale Zusammenarbeit für unsere Sicherheit geworden sind“, sagte der Oberbürgermeister. „Krisenvorsorge endet nicht an Stadt- oder Landesgrenzen – der Austausch von Erfahrungen, Wissen und bewährten Verfahren ist entscheidend, um unsere Gesellschaften widerstandsfähiger gegenüber hybriden Bedrohungen, Cyberangriffen und den Folgen des Klimawandels zu machen. Ich bin mir sicher, dass die International Crisis Management Conference dazu beitragen kann.“
Schwerpunkt auf hybride Bedrohungslage
Die mehrtägige Konferenz umfasst eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe, in der internationale Fachleute aus Kommunen und Unternehmen ihre Erfahrungen vorstellen. Schwerpunkte sind unter anderem die strategische Resilienz an Infrastrukturen, das Krisenmanagement in hybriden Bedrohungslagen und die Zivilschutzübung zu hybriden Bedrohungen.
„Der fachliche Austausch bildet das Herzstück der Veranstaltung. Ziel ist es, gemeinsam europäische Standards weiterzuentwickeln, Synergien zu stärken und konkrete Handlungsempfehlungen für Städte und Regionen abzuleiten. So wollen wir voneinander lernen, erfolgreiche Ansätze teilen und die interkommunale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg nachhaltig stärken“, erklärt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.
Düsseldorf als aktiver Partner im europäischen Netzwerk
Das ICNCM vereint europäische Hauptstädte und Regionen, die sich gemeinsam mit Fragen des Krisenmanagements befassen. Der Zusammenschluss konzentriert sich auf den fachlichen Austausch zu relevanten Informationen und Materialien, die Planung und Durchführung von Krisenmanagement-Konferenzen sowie auf gemeinsame Workshops, Studien und Trainingsformate. Als eine der größten und modernsten Feuerwehren Deutschlands bringt die Feuerwehr Düsseldorf seit 2006 ihre Expertise aus Einsatzpraxis, Gefahrenabwehrplanung und internationale Zusammenarbeit dort mit ein und war bereits 2018 Gastgeberin der Konferenz.
„Die Feuerwehr Düsseldorf steht seit Jahren für professionelle Gefahrenabwehr und starke internationale Zusammenarbeit. Unsere Expertise fließt direkt in dieses Netzwerk ein und umgekehrt lernen wir von den europäischen Partnern. Dies macht Düsseldorf zu einem verlässlichen Partner für Europas Krisenresilienz“, sagt David von der Lieth, Leiter der Düsseldorfer Feuerwehr.




