Krefeld setzt Zeichen für Vielfalt und Menschenrechte

Von Freitag, 15., bis Montag, 18. Mai 2026, wird am Krefelder Rathaus am Von-der-Leyen-Platz die Regenbogenflagge gehisst.

Krefeld – Die Stadt Krefeld setzt ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und die Wahrung von Menschenrechten: Anlass ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT), der jährlich am 17. Mai begangen wird. Der Gedenk- und Aktionstag erinnert an die Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 1990, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Zugleich macht der IDAHOBIT auf bestehende Diskriminierung, Gewalt und strukturelle Benachteiligung von LGBTIQA+-Menschen aufmerksam und unterstreicht die Bedeutung von Akzeptanz, Gleichberechtigung und Menschenrechten. Die internationale Abkürzung „LGBTIQA+“ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, queer und asexuell. Das „+“ zeigt, dass es viele weitere geschlechtliche sowie sexuelle und romantische Orientierungen gibt.

Engagement der städtischen Gleichstellungsstelle

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Krefeld befasst sich aktiv mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt und engagiert sich für die Sichtbarkeit, Anerkennung und Unterstützung von LGBTIQA+-Personen. „Wir bieten Menschen aus der queeren Community, deren Angehörigen sowie Fachkräften Beratungen zu unterschiedlichen Fragestellungen und Lebenssituationen an“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Heike Hinsen. „Darüber hinaus fördern wir gezielt die Vernetzung der LGBTIQA+-Community, um Synergien zu nutzen, den gemeinsamen Austausch zu stärken und nachhaltige Strukturen für mehr Vielfalt und Gleichberechtigung zu entwickeln“. Im weiteren Kontext steht auch der Deutsche Diversity-Tag, eine Initiative der Charta der Vielfalt, die insbesondere Organisationen, Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen adressiert. Deren Ziel ist es, die Vielfalt in der Arbeitswelt aktiv zu fördern und ein Bewusstsein für eine wertschätzende, diskriminierungsfreie und inklusive Organisationskultur zu schaffen. Dabei werden unterschiedliche Dimensionen von Vielfalt berücksichtigt – darunter Geschlecht, Herkunft, Alter, Behinderung, Religion sowie sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität.

Während der Deutsche Diversity-Tag vor allem auf strukturelle Veränderungen und kulturellen Wandel innerhalb von Organisationen abzielt, richtet der IDAHOBIT den Blick stärker auf gesellschaftliche Herausforderungen und menschenrechtliche Fragestellungen. Beide Anlässe verdeutlichen jedoch die zentrale Bedeutung von Vielfalt und gegenseitigem Respekt für ein demokratisches und offenes Zusammenleben. „Mit dem Hissen der Regenbogenflagge bekräftigen wir unser Engagement für eine vielfältige Stadtgesellschaft und positionieren uns klar gegen Diskriminierung in jeglicher Form“, sagt die Beigeordnete Cigdem Bern.

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