Bochum – Bei „Klangbilder 26″ stellt ein deutsch-japanisches Trio zeitgenössischen Jazz und improvisierte Musik in den Fokus. Die Fluxus-Bewegung gilt seit den 1960er Jahren als experimentelles Labor, in dem Kunst und Leben untrennbar zusammengehören. Sie basierte auf der Idee, eine bessere Welt zu „basteln“ und dem Drang, nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs an einem Neubau der Gesellschaft zu arbeiten – mithilfe von Musik, bildender Kunst, Performance und Architektur. Ausgangspunkt der aktuellen Ausstellung ist die große Fluxus-Schau „How We Met“, die erstmals die Schenkung von Fluxus-Kunstwerken der verstorbenen Galeristin Inge Baecker an das Kunstmuseum präsentierte. Die eingeladene Künstlerin Yuko Mohri und Künstler Ei Arakawa-Nash haben sich von Kunstwerken aus dieser Sammlung inspirieren lassen. Beide sind von experimentellen Kunstströmungen wie der Fluxus-Bewegung geprägt.
Auf der anderen Seite sind wiederum europäischer Free Jazz und Improvisierte Musik in ihrem Ursprung in den 1960er Jahre gerade in Deutschland stark vom Fluxus beeinflusst. Das Arbeiten mit nicht hierarchischen prozessorientierten Methoden und Konzepten ist beiden gemeinsam. Martin Blume, der Gastgeber der Reihe „Klangbilder“, hat für dieses Konzert ein deutsch-japanisches Trio zusammengestellt, das sich von der Ausstellung inspirieren lässt. Das Trio besteht aus der japanischen Pianistin Rieko Okuda sowie den Improvisationsmusikern Kazuhisa Uchihashi und Martin Blume.
„Klangbilder“ ist eine Veranstaltung von „Aktuelle Musik Metropole Ruhr“ (AMMR) in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bochum und dem städtischen Kulturbüro. Der Eintritt kostet zehn Euro.




