Borken – Unter dem Titel „Weil Spielräume verschwinden“ lädt er um 19 Uhr zu einem literarisch-historischen Vorleseabend ein, der sich bewusst gegen eine Erinnerungskultur richtet, die sich allzu oft selbst genügt.
81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus stellt Weber die Frage nach der Aktualität des Erinnerns. „Gedenken hält die wichtige Einsicht wach, dass die Werte der Zivilgesellschaft stets prekär sind und alles andere als ein sicheres Gut“, so der Vorleser.
In den von Raimund Weber ausgewählten Texten – unter anderem von Richard von Weizsäcker, Alexander Mitscherlich, Svetlana Alexijewitsch, Harald Welzer und Hartmut Rosa – spiegeln sich menschliche Verwerfungen und Ängste, aber auch die Kraft der Hoffnung sowie ein lebensbejahendes „Nein“ zu Krieg und modernem Totalitarismus.
Der Einlass beginnt um 18.45 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Spenden für UNICEF gebeten, insbesondere für Nothilfeprogramme für Kinder in Krisengebieten, die Schutz, Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung benötigen. Aufgrund begrenzter Sitzplätze ist eine Anmeldung per E-Mail an 3eck@borken.de oder telefonisch unter 02861/939 665 erforderlich.




