Themenabend „Skandal im Dombezirk“ im Stadtarchiv Münster

Warum es im Münster des 17. Jahrhunderts immer wieder Streit zwischen der Stadt und dem Bischof gab, erklärt die Historikerin Vera Teske am Donnerstag, 26. März, um 18 Uhr im Stadtarchiv.

Münster – Beim Themenabend zeigt die Referentin auf, wie die sogenannte Domimmunität die Herrschaft der Stadt begrenzte und welcher rechtliche Sonderstatus dem Bischofssitz zwischen 1600 und 1650 zukam. Eine kostenlose Teilnahme an der Veranstaltung ist nach Anmeldung möglich. Interessierte können diese auch im Livestream verfolgen.

Münsters Stadtraum war in der Frühen Neuzeit mit vielen Immunitäten versehen. In Klöstern und Kirchen übten Geistliche die Rechtsprechung aus. Der bekannteste dieser besonderen Rechtsräume war die Domimmunität, die den Domplatz betraf. Hier lag die Rechtsprechung für die Geistlichen, die Kirchen und Gebäude, aber auch die Hoheit über Steuern nicht bei der Stadt, sondern beim Bischof. Das Nebeneinander von kirchlicher und städtischer Rechtsprechung führte immer wieder zu Konflikten. Besonders brisant wurde die Situation, wenn es zu Auseinandersetzungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern mit Angehörigen der Kirche kam.

Anschaulich und anhand von Quellen zeigt Referentin Vera Teske in ihrem Vortrag, wie sich diese Konflikte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entwickelten und wie Stadt und Kirche versuchten, ihre Ansprüche durchzusetzen.

Eine Teilnahme am Themenabend ist nach Voranmeldung per E-Mail an themenabend-anmeldung@stadt-muenster.de oder telefonisch unter 02 51/4 92-47 01 möglich. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen.

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