Düsseldorf – Zukünftig sind die Drahtesel mit Vornamen und teilweise auch mit Namen von Düsseldorfer Stadtteilen sowie Sehenswürdigkeiten in der Landeshauptstadt unterwegs. „Rund 2.500 Menschen sind unserem Aufruf gefolgt und haben ihren persönlichen Namenswunsch für eines der Düsselbikes abgegeben – ein starkes Ergebnis. Die hohe Beteiligung an der Aktion zeigt die Vorfreude auf unser neues städtisches Fahrradmietsystem und die starke Verbundenheit der Menschen mit der Landeshauptstadt“, erklärt Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Besonders beeindruckend ist der Einfallsreichtum der Teilnehmenden. Nur wenige Namen wurden mehrfach genannt. Spitzenreiter sind Lumpi, Spitzname der Fortuna Legende Andreas Lambertz, und der Katzenname Lüttje mit acht bzw. sechs Eingaben. Ein Großteil der Teilnehmenden nutzte auch die Gelegenheit eine Geschichte zu ihrem Namenswunsch zu erzählen. Besonders beliebt war die Einreichung von Namen und Kosenamen geliebter Familienmitglieder und Partner. So werden viele Omas, Opas, Mütter, Väter, Kinder und Enkelkinder oder auch die erste oder aktuelle Liebe ihre Namen auf einem der Düsselbikes wiederfinden. Auch Haustiere, besonders Hunde, standen bei den Namensvorschlägen hoch im Kurs.
Bei der Aktion zeigten sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer von ihrer weltoffenen und bunten Seite. Namen aus aller Herren Länder wurden genannt. Anta aus dem Senegal, Chongqing, der Name der Düsseldorfer Partnerstadt in China, Ozéane als „deutsch-französische Freundschaft auf zwei Rädern“ oder Ümit aus der Türkei sind nur einige von vielen Namen internationaler Herkunft. In den dazugehörigen Geschichten zeigt sich eine große Portion Heimatliebe. Wie beispielsweise beim vorgeschlagenen Namen „Nour“ und seine Geschichte: „Nour kommt aus dem Arabischen und bedeutet ‚Licht'“ – genau das, was Düsseldorf widerspiegelt. Ich lebe erst seit ein paar Monaten hier in Düsseldorf und diese Stadt hat meinen Alltag wieder mit Licht gefüllt.“
Besonders schön ist auch die Geschichte zum Namen Gerry, eine Liebeserklärung an den Stadtteil Gerresheim: „Manche sagen Gerresheim. Die meisten sagen einfach Gerry. So wie man einen guten Freund ruft. Kurz. Vertraut. Direkt. Gerry kennt die Wege durch den Osten von Düsseldorf: vorbei an alten Backsteinen, durch ruhige Straßen, hinaus Richtung Wald. Gerry ist entspannt, zuverlässig und immer bereit für die nächste Fahrt. Darum heißt dieses Rad Gerry. Weil es dich genau dahin bringt, wo die Stadt ein bisschen persönlicher wird“, heißt es in der Begründung des Namensvorschlags.
Weitere Namen mit Lokalkolorit oder auch kreative Namensneuschöpfungen sind beispielsweise der Kö-Kurver, „ConRad“ oder die Düsette. Darüber hinaus wurden als Hommage an die Stadt auch Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Altstadt, Hofgarten, Medienhafen, Rheinturm oder Tonhalle als Düsselbike-Namen aufgenommen. Ergänzend zum Online-Aufruf konnten Interessierte bei einer Live-Aktion in der Düsseldorfer Innenstadt am Mittwoch, 25. Februar, auch ihre Namensvorschläge auf eine mobile Wand eintragen.




