Düsseldorf – Rainer Glaap präsentiert sein neues Werk „Küssen verboten – Coulissen, Claqueure und Censoren“. In einer Mischung aus Buchvorstellung, Lesung und Gespräch wird ein fast vergessener Schatz der Bühnengeschichte lebendig. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit seiner Neukommentierung des Leipziger Theaterlexikons von 1841 öffnet Rainer Glaap ein Fenster in die Theaterära von Büchner und Immermann. Das Werk bietet scharfsinnige und humorvolle Einblicke in den Theaterbetrieb des Vormärz. Besonders im Fokus stehen dabei die Reflexionen über die Schauspielerinnen und Schauspieler als „Menschendarsteller*innen“ und die Rolle der Frau am Theater. Glaap zeigt auf unterhaltsame Weise, dass die Muster des historischen Theaterbetriebs bis heute nichts an Brisanz und Gültigkeit verloren haben. Ein lebendiges Stück Theatergeschichte, dass den Bogen überraschend aktuell in die Gegenwart schlägt.
Für die besondere schauspielerische Note sorgen Claudia Hübbecker und Flavia Berner vom Düsseldorfer Schauspielhaus, die Passagen aus dem Werk lesen. Im Anschluss führt Institutsleiter Sascha Förster ein Gespräch mit dem Autor über seine Wiederentdeckung und die Hintergründe seiner Recherche.




