Hanauer Amphitheater bekommt sein Dach zurück

Seit dieser Woche wächst über dem Amphitheater im Schlosspark Philippsruhe wieder das markante weiße Kuppeldach in den Himmel.

Hanau – Mit dem Aufbau der Überdachung hat sichtbar die heiße Phase der Vorbereitungen für die 42. Brüder Grimm Festspiele Hanau begonnen, die am 8. Mai starten. Die Arbeiten sollen bis Donnerstag abgeschlossen sein.

Beauftragt ist erneut die spezialisierte Fachfirma Tent Dimensions GmbH, die die Zeltkonstruktion in einem mehrtägigen Verfahren montiert. Schritt für Schritt wird die großflächige PVC-Plane mithilfe von Hebetechnik über die Metallstruktur gespannt. Das Dach misst rund 25 Meter in der Breite und 60 Meter in der Länge. Am höchsten Punkt über der Bühne erreicht es eine Höhe von etwa zwölf Metern. Damit prägt es nicht nur die Spielstätte selbst, sondern auch das Erscheinungsbild des gesamten Schlossparks. In diesen Tagen ist nun immer ein Stückchen mehr vom markanten Dach über den Mauern der Orangerie zu sehen.

Der saisonale Auf- und Abbau erfolgt aus statischen Gründen. In den Herbst- und Wintermonaten wird die Konstruktion planmäßig demontiert, da sie nicht auf Schneelasten ausgelegt ist. Nach der Reinigung und fachgerechten Einlagerung der Dach-Plane über die kalte Jahreszeit wird sie nun rechtzeitig vor Beginn der Festspiele wieder installiert. Durch dieses Verfahren wird das Material geschont und die Langlebigkeit der Konstruktion gesichert. Die Planungen für Auf- und Abbau übernimmt der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM).

Mit der abgeschlossenen Dachmontage können die weiteren technischen und szenischen Vorbereitungen im Amphitheater beginnen. Neben der Installation von Licht- und Tontechnik startet in den kommenden Wochen auch der Bühnenbau für die Produktionen der 42. Spielzeit. Kulissenelemente werden errichtet, Spielflächen angepasst und die Infrastruktur für Proben und Vorstellungen vorbereitet. Damit verwandelt sich das Amphitheater in den kommenden Wochen erneut in eine professionelle Open-Air-Theaterbühne mit besonderer Atmosphäre.

Buntes Programm in der Festspiel-Saison 2026

Den Auftakt der neuen Saison bildet das Musical „Tischlein, deck dich!“, das am 8. Mai Premiere feiert. Geschrieben wurde es von Wolfgang Adenberg (Buch und Liedtexte) sowie Marian Lux (Musik). Regie führt Tristan Braun, der bereits in der vergangenen Spielzeit mit „Die Bremer Stadtmusikanten“ das Publikum begeisterte.

Im Familientheater mit Musik steht „Schneewittchen“ auf dem Programm. Jan Radermacher und Timo Riegelsberger präsentieren eine fantasievolle und moderne Inszenierung, die humorvoll und zugleich sensibel die Themen Oberflächlichkeit und gesellschaftliche Schönheitsideale beleuchtet. Premiere wird hier am Samstag, 16. Mai, gefeiert.

Mit „Des Kaisers neue Kleider“ bringt Regisseurin Nina Pichler eine lebendige Neuinterpretation des bekannten Stoffes auf die Bühne, die am 30. Mai Premiere hat. Die Inszenierung verbindet Humor und überraschende Momente mit einer Auseinandersetzung über Macht, Wahrheit und Identität.

In der Reihe „Theater.Klassiker“ zeigen die Festspiele „Amadeus“ von Peter Shaffer. Auftaktveranstaltung ist am Samstag, 13. Juni. Das Drama über den Konflikt zwischen Genie und Mittelmaß, Bewunderung und Neid wird von Frank-Lorenz Engel inszeniert und verspricht intensive Theaterabende unter freiem Himmel.

Auch die beliebte Reihe „Junge Talente“ wird fortgesetzt. In der Ruine der Wallonisch-Niederländischen Kirche ist das vielfach ausgezeichnete Stück „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner zu sehen – eine berührende Geschichte über Mut, Neuanfang und Selbstbehauptung. Premiere ist hier am 25. Juni.

Ein weiterer Höhepunkt im Festspielkalender ist die Benefizgala „Open Stage“ am 6. Juli. Die Veranstaltung bietet erneut ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Theater und künstlerischen Darbietungen und ermöglicht dem Publikum besondere Einblicke in die Vielfalt der Festspiele.

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