Spatenstich an der Karl-Rehbein-Schule in Hanau

Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Stadt Hanau den offiziellen Baubeginn für die Dependance II der Karl-Rehbein-Schule am Schlossplatz eingeläutet.

Hanau – Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Schule begleiteten den feierlichen Akt, mit dem eines der bedeutendsten aktuellen Schulbauprojekte der Stadt nun sichtbar in die Umsetzung geht. Bis zum Sommer 2028 entsteht hier ein moderner Erweiterungsbau für die Oberstufe mit einem Investitionsvolumen von rund 15,5 Millionen Euro.

„Mit diesem Neubau reagieren wir auf den steigenden Raumbedarf und schaffen zeitgemäße Lernbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler und sehr gute Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte“, sagte Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri im Rahmen der Veranstaltung. „Wir investieren hier in zusätzliche Klassenräume und in die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Schulstandorts.“

Den musikalischen Auftakt der Feierlichkeiten an Hessens größtem Gymnasium gestalteten Schülerinnen und Schüler der Schule. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri begrüßte im Anschluss die Anwesenden und betonte die Bedeutung des Projekts für den Bildungsstandort Hanau. Architekt Christian Stark von der „CNK Planungsgesellschaft mbH“ stellte das Bauvorhaben zudem im Detail vor. Auch Schulleiter Stephan Rollmann richtete Grußworte an die Gäste, bevor Dr. Bieri zum gemeinsamen Spatenstich überleitete.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde außerdem eine symbolische Zeitkapsel vorbereitet, die dann später eingelassen werden soll. Enthalten sind Münzen, eine aktuelle Zeitung, ein Jahrbuch der Karl-Rehbein-Schule, allgemeine Daten zur Stadt, Fotos zur Entwicklung des Schlossplatzes sowie der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, der alle Daten zum Bau beinhaltet.

Neubau bietet Raum für 17 Klassen der Oberstufe

Der Neubau mit einer Nutzfläche von rund 2.600 Quadratmetern entsteht in der historischen Altstadt. Geplant ist ein dreigeschossiges Gebäude in Massivbauweise mit Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss mit teilweiser Unterkellerung. Insgesamt werden 17 Klassenräume für die Oberstufe geschaffen, dazu kommen weitere verschiedene Verwaltungs-, Aufenthalts- und Nebenräume.

Architektonisch gliedert sich das Gebäude in zwei Baukörper: Ein Satteldachbau mit Sandsteinfassade zum Schlossplatz hin nimmt Bezug auf das denkmalgeschützte Umfeld der Hanauer Altstadt und bleibt in seiner Höhe unterhalb der benachbarten Alten Kanzlei. Zum Fronhof hin entsteht ein moderner Flachdachbau mit Putzfassade, Fassadenbegrünung und begrüntem Dach. Beide Gebäudeteile werden durch eine zentrale, lichtdurchflutete Halle miteinander verbunden.

„Für unsere Schulgemeinde ist dieser Spatenstich ein starkes Signal“, sagte Stephan Rollmann, Schulleiter der Karl-Rehbein-Schule. „Die neue Dependance wird den Unterricht der Oberstufe räumlich bündeln und damit den Schulalltag deutlich erleichtern.“ Zugleich betonte er: „Wir gewinnen nicht nur zusätzliche Räume, sondern auch eine Lernumgebung, die pädagogisch und architektonisch überzeugt.“

Im Erdgeschoss sind unter anderem sieben Klassenräume, ein Lehrerstützpunkt, Schüler-Sanitäranlagen, eine barrierefreie Toilette sowie ein Aufzug vorgesehen. Eine offene Verbindungstreppe führt in die oberen Geschosse. Im ersten Obergeschoss befinden sich im vorderen Gebäudeteil die Verwaltung sowie Personalräume, im hinteren Teil weitere sechs Klassenräume mit zugehörigen Nebenräumen. Das Dachgeschoss bietet zusätzliche Klassenräume, darunter einen flexibel nutzbaren Raum für schulische Veranstaltungen, sowie eine geplante Dachterrasse in Richtung Fronhof. Im Untergeschoss sind unter anderem die Lüftungszentrale, Hausanschlussräume, Lagerflächen und Schließfächer untergebracht.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage. Dach- und Fassadenbegrünungen sowie eine Lüftungsanlage mit Nachtauskühlung zur passiven Absenkung der Raumtemperaturen im Sommer tragen zusätzlich zu einem klimafreundlichen Betrieb bei.

„Auch im Bildungsbereich haben wir die Verantwortung, nachhaltig und ressourcenschonend zu bauen“, so Schuldezernent Dr. Bieri. „Der Neubau der Karl-Rehbein-Schule verbindet hohe architektonische Qualität mit moderner Gebäudetechnik und einem klaren Bekenntnis zum Klimaschutz.“

Die Umsetzung der Maßnahme für die Karl-Rehbein-Schule hat der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) in Zusammenarbeit mit dem städtischen Amt für Bildung übernommen.

Archäologische Funde vorab dokumentiert und gesichert

Dem Baubeginn waren umfangreiche vorbereitende Maßnahmen vorausgegangen. Neben dem Abbruch des ehemaligen „Hauses des Handwerks“, dem Hans-Sachs-Haus, wurden archäologische Voruntersuchungen durchgeführt. Dabei wurden unter anderem Teile der mittelalterlichen Stadtmauer mit integriertem Halbschalenturm, mehrere historische Brunnen sowie Mauerreste und Gewölbekeller im Bereich des Fronhofs freigelegt, dokumentiert und gesichert.

Die Abbrucharbeiten begannen im Oktober vergangenen Jahres, die Arbeiten für den Neubau starten nun in diesem März. Die Fertigstellung ist für Sommer 2028 vorgesehen. Mit Inbetriebnahme der Dependance II kann die derzeit teilweise in der Pestalozzischule untergebrachte Oberstufe, die von derzeit rund 350 Schülerinnen und Schülern besucht wird, an den neuen Standort umziehen und dort moderne, zentral gebündelte Lernräume nutzen. Insgesamt besuchen etwa 1.900 Schülerinnen und Schüler die Karl-Rehbein-Schule.

„Mit dem Baustart für den Neubau setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung unseres Bildungsangebots mitten in der Innenstadt“, sagt Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. „Dieses Gebäude steht für Investitionen in Wissen, Zukunft und Lebensqualität in Hanau.“

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