Hochsauerlandkreis – Im Vorjahr (2024) waren es noch 111.521 Verstöße, also ein Zuwachs von 27 Prozent. Das weitläufige Kreisgebiet des Hochsauerlandkreises erfordert eine flächendeckende Geschwindigkeitsüberwachung, die sich durch den Einsatz von sieben stationären Anlagen, vier mobilen Messfahrzeugen sowie inzwischen zwei semi-stationären Messsystemen bewährt hat.
Spitzenreiter bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen war ein Autofahrer auf der Oberberger Straße in Meschede-Berge, der bei erlaubten 50 km/h außerorts mit 133 km/h und damit um 79 km/h (nach Toleranzabzug) zu schnell gemessen wurde. Er musste für drei Monate seinen Führerschein abgeben und eine hohe Geldbuße zahlen. Mit 69 km/h zu viel auf dem Tacho wurde ein Pkw bei erlaubten 70 km/h außerorts in Brilon-Rösenbeck auf der B7 in Fahrtrichtung Brilon erwischt. Platz 3 der Raser belegt ein Pkw-Fahrer, der die Geschwindigkeit außerhalb in Meschede-Wallen auf der Caller Straße um 67 km/h bei zulässigen 50 km/h überschritt.
Ausländische Fahrzeuge betroffen
Auch zahlreiche ausländische Fahrzeuge sind insbesondere in den touristischen Regionen unterwegs; die Bußgeldstelle leitete daher wegen 19.544 Geschwindigkeitsüberschreitungen und Sicherheitsgurtverstößen entsprechende Verfahren in allen EU-Ländern jeweils in der jeweiligen Landessprache ein.
Die meisten aller Verkehrssünder wurden an folgenden mobilen Messstellen erfasst:
– Winterberg, Kappe (2.197)
– Brilon-Wald, B 251 (1.743)
– Brilon, Hoppecker Straße (1.632)
Bei den sog. Blitzersäulen wurden die meisten Verstöße in Meschede, Remblinghauser Straße 23 gemessen, gefolgt von Olsberg-Bigge, Carlsauestraße und Meschede-Berge.
Gesunkene Werte bei Verfahren für andere Verkehrsordnungswidrigkeiten
Erfreulicherweise sind im Jahr 2025 die festgestellten Alkohol- und Drogenfahrten zurückgegangen. Im Jahr 2024 lag die Anzahl der zu bearbeitenden Verfahren bei 300 und im Jahr 2025 bei 229. Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle ist um 5 Prozent rückläufig (2024 – 1888 Unfälle, 2025 – 1793 Unfälle). Weiterhin ist die statistische Zahl der Handysünder von 2024 2.202 Verstöße auf 1.663 Verstöße um ca. 25 Prozent gesunken.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 756 Fahrverbote festgesetzt. Dies ist ein geringfügiger Rückgang zu den 795 im Jahr 2024 festgesetzten Fahrverboten. Lag der Wert im Jahr 2024 bei 117.985 Buß- und Verwarngelder, so stieg er im vergangenen Jahr auf 146.754, damit ein Plus von 24 Prozent.
Für fairen Wettbewerb im Straßenverkehr
Im Fachdienst Verkehrsordnungswidrigkeiten wurden sogenannte Einziehungsverfahren nach § 29a OWiG neu eingeführt. Es wird der wirtschaftliche Vorteil abgeschöpft, den ein Unternehmen durch einen Rechtsverstoß – etwa fehlende Genehmigungen oder Überladungen – erlangt hat. Ziel ist es, unrechtmäßige Wettbewerbsvorteile zu verhindern und die Einhaltung der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften sicherzustellen.
Die Gesamteinnahmen des Fachdienstes betrugen im Jahr 2025 rund 7,5 Mio. Euro, im Vorjahr 6,1 Millionen Euro.



