Landkreis Kassel verleiht Naturschutzpreis 2025

Die Gewinner des Naturschutzpreises 2025 des Landkreises Kassel stehen fest.

Landkreis Kassel – Gewonnen haben Markus Dietrich, Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Region Kassel, sowie das Projekt Wurzelwerkstatt der Christine-Brückner-Schule Bad Emstal. Eine Jury aus Vertretern des Kreisausschusses, des Naturschutzbeirats und der Unteren Naturschutzbehörde hat die beiden Preisträger aus elf Bewerbungen ausgewählt.

„Auch in diesem Jahr haben wir wieder viele beeindruckende Vorschläge für die Auszeichnung mit dem Naturschutzpreis erhalten, sodass es uns schwer fiel, zwei Gewinner auszuwählen. Dies zeigt jedoch, dass wir im Landkreis großartige und vielfältige Engagierte haben, die sich das Thema Naturschutz auf die Fahnen geschrieben haben“, so Umweltdezernent und Jury-Mitglied Thomas Ackermann.

Der mit 1.500 Euro dotierte Hauptpreis geht an Markus Dietrich, der sich seit zahlreichen Jahren mit viel Fachwissen, Herzblut und der nötigen Portion Hartnäkigkeit im Naturschutz engagiert. Bereits seit 2014 fungiert er als Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Region Kassel und ist überall dort aktiv, wo Artenvielfalt erhalten und Lebensräume geschützt werden müssen. „Markus Dietrich bringt sich überall dort ein, wo seine Fachkompetenz und Tatkraft gebraucht wird – ob bei Einsätzen zur Landschaftspflege oder beim Versorgen der Schafsherde des NABU Oberelsungen. Darüber hinaus ist er sich auch nicht zu schade, den Kirchturm in Zierenberg zu säubern, nachdem die Wanderfalken dort jährlich die Brutpflege beenden“, erklärt Ackermann bei der Preisverleihung im Kreishaus. Doch nicht nur das, der Kassel Huskies-Fan leistet auch wertvolle Netzwerkarbeit und bringt verschiedene Akteure an einen gemeinsamen Tisch, um ganz im Sinne des Naturschutzes die besten Kompromisse zu finden. „Markus Dietrich bringt Naturschützer und weitere Akteure zusammen und findet vor Ort Lösungen zum Beispiel mit Landwirten oder Kommunen, wenn es um Flächennutzung oder die Finanzierung und Umsetzung von Maßnahmen geht“, weiß auch Roman Krettek, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) beim Landkreis Kassel.

Den mit 500 Euro dotierten Jugend‐ und Pädagogikpreis hat die Jury an die Christine-Brückner-Schule vergeben. Bei der Wurzelwerkstatt engagieren sich Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 4 bis 6 gemeinsam mit Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 für den Schulgarten. Der Fokus liegt dabei auf einem nachhaltigen Gärtnern, das Vielfalt fördert, Ressourcen schont und natürliche Abläufe nachahmt, wie es in der Bewerbung der Schule heißt: „Ziel ist ein Garten, der sich weitgehend selbst trägt und zugleich ein Lernort für Beobachtung, Verantwortung und Kreativität ist.“

Zu den bisher umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem die Errichtung von mehr als 30 Quadratmeter Beetfläche sowie einer Kompostanlage. Es wurden Rankhilfen gebaut und Regentanks aufgestellt, um Gießwasser ressourcenschonend beziehen zu können. Zudem wurden zahlreiche Unterschlüpfe für Insekten, Eidechsen und Igel gebaut. Und auch für die Zukunft des Schulgartens stehen noch allerhand Projekte auf der Agenda, die den Schulgarten nicht nur schöner, sondern auch artenreicher machen sollen: Nistkästen für Singvögel, eine kleine Teichanlage und Insektenhotels sind in Planung, Speisepilze sollen angebaut werden und langfristig sogar Hühner im Schulgarten leben. „Die Wurzelwerkstatt der Christine-Brückner-Schule lässt die Schülerschaft ganz praxisnah am Umweltschutz teilhaben und zeigt niederschwellig, wie wichtig eine intakte Natur für den Menschen ist. Wir freuen uns daher ganz besonders, dieses tolle Projekt auszeichnen zu können“, so Kreisbeigeordneter Ackermann.

Die beiden Jury-Mitglieder Thomas Ackermann und Roman Krettek ziehen auch dieses Jahr ein positives Fazit: „Der Naturschutzpreis zeigt eindrucksvoll, wie viel Engagement, Fachwissen und Leidenschaft im Landkreis Kassel für den Schutz unserer Natur vorhanden sind und wie wichtig es ist, dieses Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen.“

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