Münster legt Pläne für Umbau des ehemaligen Offizierskasinos vor

Das ehemalige Offizierskasino im York-Quartier soll bis Ende 2028 zu einem zentralen Begegnungs- und Demokratieort für Gremmendorf werden.

Münster – Über die jetzt von der Verwaltung vorgelegten Pläne für den denkmalgerechten Umbau des Gebäudes sowie die Neugestaltung des umliegenden Geländes entscheidet der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 25. März. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

„Mit dem Umbau des ehemaligen Offizierskasinos entsteht im York-Quartier ein offener Ort für Begegnung und demokratischen Dialog, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen und sich vernetzen“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. „Das ist ein wichtiger Baustein für einen dynamischen und zukunftsfähigen Stadtteil, der vom Miteinander seiner Bürgerinnen und Bürger lebt.“

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf maximal 9,68 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützt das Vorhaben mit fünf Millionen Euro im Rahmen der Förderung „Nationale Projekte des Städtebaus“ als herausragendes Projekt mit besonderer städtebaulicher Qualität.

Denkmalgeschütztes Gebäude aus den 1930er-Jahren

Durch die rund zweijährige Sanierung und behutsame Weiterentwicklung soll das denkmalgeschützte Gebäude aus den 1930er-Jahren zu einem Bürgerhaus mit 1.500 Quadratmetern Nutzfläche werden. Zudem ist eine umfassende energetische Modernisierung geplant, um das Gebäude zukunftsfähig und klimafreundlich aufzustellen.

Das Amt für Immobilienmanagement setzt den Umbau gemeinsam mit der Landesgesellschaft NRW.Urban auf Basis des Entwurfs von Bastian Architekten aus Münster um. Das Projekt soll beispielhaft zeigen, wie denkmalgeschützte Bestandsgebäude innovativ weiterentwickelt und dabei soziale, kulturelle und klimapolitische Anforderungen miteinander verknüpft werden können.

Historischer Baumbestand bleibt erhalten

Die Pläne für das Außengelände sehen vor, dass der historische Baumbestand im Kasinopark erhalten bleibt. Mit dem „Platz der Begegnung“ im Eingangsbereich und dem rückwärtigen Kasinogarten sollen zwei Aufenthaltsbereiche im Freien gestaltet werden. Die Umwandlung des Areals in einen öffentlich zugänglichen Bürgerpark leistet zugleich einen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz sowie zur Förderung der Biodiversität.

Nach dem Umbau ist vorgesehen, die Nutzung des Hauses in die Verantwortung eines Trägervereins zu übergeben, um das ehrenamtliche Engagement im Stadtteil nachhaltig zu stärken.

 

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