Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest

150 Landwirte besuchten am 9. Februar 2026 die Infoveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest im Haus Düsse im Kreis Soest.

Soest – Die Kreis-Veterinärbehörden Soest und Unna luden gemeinsam mit dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) zur Informationsveranstaltung ein. Der ernste Hintergrund liegt bereits greifbar nah: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist nur noch knapp 60 Kilometer Luftlinie vom Kreis Soest entfernt.

Zusammen mit ihrem Amtskollegen des Kreises Unna, Dr. Tobias Kirschner, erläuterte Dr. Martina Poppe, Leiterin des Kreisveterinärdienstes Soest, wie Betriebe den so genannten Compliant-Status erhalten, der einen Verkauf von Schweinen auch im ASP-Seuchenfall sichert. Ein wichtiges Element ist die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und, wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, die Teilnahme am ASP-Früherkennungsprogramm. „Wer freiwillig die Biosicherheitsmaßnahmen dokumentiert und sich dazu von den Veterinärämtern beraten lässt, hat auch im ASP-Seuchenfall die größte Hürde zur Vermarktung von Schweinen genommen“, sagt Dr. Tobias Kirschner.

Rund 150 Landwirte aus beiden Kreisen und der Stadt Hamm ließen sich am 9. Februar 2026 auf Haus Düsse von Fachleuten über die Tierseuche informieren. Über die große Resonanz freuten sich sowohl die beiden Veterinäre als auch die Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Kreisverbände, Josef Lehmenkühler (Soest) und Thomas Döring (Unna). Rund 500 schweinehaltende Betriebe gibt es im Kreis Soest, knapp 300 im Kreis Unna und in der Stadt Hamm.

Hintergrund zur Afrikanischen Schweinepest

Bei der für den Menschen ungefährlichen Afrikanischen Schweinepest (ASP) tritt bei Schweinen sehr hohes Fieber auf. Erkrankte Schweine sterben in der Regel innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Eine ASP-Impfung existiert nicht. Menschen können sich mit dem Virus nicht infizieren oder daran erkranken. Auch der Verzehr kontaminierter Lebensmittel ist für den Menschen ungefährlich.

Ursprünglich war das Vorkommen der Tierseuche auf Afrika begrenzt. Nachdem die ASP 2007 nach Georgien eingeschleppt worden war und sich von dort in die Nachbarländer ausgebreitet hatte, trat sie 2014 das erste Mal in den baltischen Staaten und Polen auf. In Deutschland wurde die ASP erstmals am 10. September 2020 in Brandenburg bei einem Wildschwein festgestellt. 2025 ist sie in Südwestfalen angekommen.

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