Düsseldorf – Beim traditionellen Rosenmontagszug wurde es auch 2026 bunt, laut, nass und politisch. Neben Kamelle, bunten Kostümen und Musik gehörten Regenschirme dieses Jahr fest zum Bild auf den Straßen, trotzdem ließen sich die Feiernden davon die Laune nicht vermiesen – getreu dem diesjährigen Motto: „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“
Zahlreiche bunte Wagen, Fußgruppen, Vereine und Musikgruppen zogen durch die Straßen und sorgten für eine ausgelassene Stimmung.
Traditionell sorgte Wagenbauer Jacques Tilly auch 2026 mit seinen politischen Motiven für Aufmerksamkeit. In diesem Jahr nahmen seine Wagen häufig den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den US-Präsidenten Donald Trump sowie das Mullah-Regime im Iran ins Visier.

Auch die deutsche Innenpolitik wurde scharf kritisiert, so thematisierten verschiedene Wagen neben der Umweltpolitik des Bundeskanzlers auch die Sozial- und Rentenpolitik. Auffällig war auch ein Motto-Wagen, der den Epstein-Skandal thematisierte und auf den fehlenden Opferschutz aufmerksam machen sollte.











Nicht nur Tilly setzte mit seinen Wagen politische Akzente, auch andere Vereine schmückten ihre Wagen mit kritischen Botschaften. Wiederkehrende Themen waren dabei unter anderem Umweltschutz und Bildung.
Von der Königsallee über die Altstadt bis hin zum Rathaus wurde ausgelassen gefeiert, getanzt und reichlich Wurfmaterial gesammelt. Große wie kleine Jecken genossen ungestört vom Wetter das bunte Treiben und werden noch bis in die späten Abendstunden feiern.
Mit dem Abschluss des Rosenmontagsumzugs ist der Höhepunkt der diesjährigen Session erreicht. Am Veilchendienstag folgt traditionell der Zapfenstreich, bevor im Düsseldorfer Karneval wieder etwas Ruhe einkehrt.




