Düsseldorf – Mehrere Gewerkschaften wollen mit Arbeitsniederlegungen den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Für Bürgerinnen und Bürger sowie Pendler könnten sich dadurch spürbare Einschränkungen in öffentlichen Einrichtungen ergeben.
Nach Angaben der Gewerkschaften sollen in Düsseldorf Beschäftigte aus Schulen, Universitätskliniken, Polizei, Behörden, Justiz und weiteren Teilen der Landesverwaltung an Aktionen teilnehmen. Neben tariflich Beschäftigten werden auch Beamte bei den Protesten erwartet, die sich trotz Streikverbots an Demonstrationen beteiligen wollen.
Im Mittelpunkt steht eine zentrale Kundgebung vor dem NRW-Landtag. Dort werden unter anderem ver.di-Bundeschef Frank Werneke und der Bundesvorsitzende des dbb Beamtenbund und Tarifunion, Volker Geyer, als Redner erwartet. Gewerkschaftsvertreter rechnen mit mehreren Tausend Teilnehmenden.
Mit den Warnstreiks wollen die Arbeitnehmervertretungen den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde erhöhen, die am 11. Februar 2026 in Potsdam beginnen soll. Hintergrund ist der Tarifkonflikt für Beschäftigte der Bundesländer. Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Arbeitgeberseite hatte diese Forderungen bislang als zu hoch zurückgewiesen.
Warnstreiks im öffentlichen Dienst begleiten derzeit bundesweit die Tarifverhandlungen. Bereits zuvor hatten Beschäftigte aus Kliniken, Hochschulen und Verwaltungen in mehreren Städten die Arbeit niedergelegt, während Notdienste wichtige Grundversorgungen aufrechterhielten.




