Düsseldorf – Bach, Belton, Birchall und Poulenc: Die Begegnung von Tanz und Orgel ist der Ausgangspunkt für zwei Neukreationen und einen Klassiker, die das Ballett am Rhein in seinem Programm „OrgelPassion“ präsentiert. Mit der Fragestellung „Was kostet das Paradies, und wer muss es bezahlen?“ eröffnet die belgische Choreographin Stina Quagebeur den facettenreichen Abend. Ihre Choreographie „Omelas“ ist inspiriert von der gleichnamigen dystopisch-fiktionalen Kurzgeschichte der Autorin Ursula K. Le Guin und einer Neukomposition des britischen Komponisten Jeremy Birchall. Abstrakt und erzählend zugleich nimmt Stina Quagebeur ihr Publikum mit auf eine Reise in die Utopie des bedingungslosen Glücks.
Zum 100. Geburtstag der Choreographenlegende Glen Tetley nehmen Raphaël Coumes-Marquet und Bridget Breiner einen Meilenstein aus dem Jahr 1973 ins Repertoire auf: In seiner Verbindung von Ballett und Modern Dance wird in „Voluntaries“ eindrücklich der einzigartige Stil Tetleys sichtbar: Episoden schwebender Körper, angetrieben von Poulencs gewundenen Orgelmelodien und den drängenden Rhythmen der Pauken.
Goyo Monteros Neukreation „Aurea“ bezieht sich auf das natürliche wie auch künstlerische Harmonieprinzip des Goldenen Schnitts. Auf seiner Suche nach der perfekten Form und Bewegung – der Schönheit an sich – greift der spanische Choreograph mit der „Passacaglia“ auf das musikalisch und mathematisch „perfekte“ Werk von J. S. Bach zurück und verbindet es mit einer Komposition des Kanadiers Owen Belton.




