„Integreat“-App unterstützt Integration in Essen

Um neu zugezogenen Menschen das Ankommen in Essen zu erleichtern, geht die Stadt nun mit einem neuen, digitalen Angebot an den Start: der "Integreat"-App.

Essen – „Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es in Essen?“, „Wo und wie melde ich meine Kinder in der Kita oder Schule an?“: Mit diesen und vielen weiteren Alltagsfragen müssen sich neu zugezogene Menschen nach ihrer Ankunft auseinandersetzen und dabei passende Antworten bei Ansprechpersonen, Behörden und Institutionen finden. Dabei hilft in Essen ab sofort die „Integreat“-App, denn diese bietet eine schnell zugängliche und unkomplizierte Übersicht der Angebote. Die App wird einfach auf Smartphone oder Tablet heruntergeladen und ist sogar offline, also ohne Internetzugang, nutzbar. Sie funktioniert sowohl auf Apple- als auch auf Android-Geräten und kann in den gängigen App-Stores kostenlos heruntergeladen werden. Die Seite ist zudem über jeden PC abrufbar unter www.integreat.app .

Für die Einführung dieser wertvollen Hilfe arbeiten die freien Träger und die Stadtverwaltung Hand in Hand. Galina Borchers, Integrationsbeauftragte der Stadt, stellt fest: „Mit diesem Angebot tragen wir dazu bei, dass sich Zugezogene aus anderen Teilen Deutschlands und aus dem Ausland schneller in unserer Stadt mit ihren zahlreichen Angeboten, Aktivitäten und Anlaufstellen zurechtfinden können. Gleichzeitig bieten wir mit der App eine gute Orientierung diverser Ansprechpersonen und Behörden in Essen.“ Hanimgül Ilhan, Sprecherin des Facharbeitskreises Integration und bei der Essener AWO u.a. zuständig für die Migrationsberatung, erläutert: „Eine niedrigschwellige und mobiloptimierte digitale Plattform, auf der alle relevanten Angebote gebündelt sind, hat merklich gefehlt. Die App ist eine wichtige Unterstützung der vielfältigen Integrationsangebote zur gesellschaftlichen Teilhabe in unserer Stadt.“

Die „Integreat“-App bündelt die verschiedensten Angebote und Anlaufstellen – von Informationen über das deutsche Schulsystem, Mietrecht, das Ehrenamt, Integrationskurse, den ÖPNV bis hin zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und hält alle wichtigen Kontaktdaten der unterschiedlichen Behörden und Beratungsstellen bereit. Diese Informationen können nicht nur in Deutsch, sondern in 16 Herkunftssprachen angezeigt werden: in Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kroatisch, Kurmandschi, Paschto, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch.

Initiiert und begleitet wurde das Vorhaben vom Facharbeitskreis Integration, in dem die freien Träger sowie Vertreter*innen der Stadt Essen organisiert sind, umgesetzt unter Federführung des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM). Zusätzlich hat auch eine Begleitung von der AG Integrationsmanagement stattgefunden, die eine Bündelung von unterschiedlichen Institutionen, den Verbänden und der Verwaltung im Rahmen der Landesprogramm Kommunales Integrationsmanagement ist. Eine Projektgruppe hat umfangreiche Informationen aus vielen verschiedenen Bereichen zusammengetragen und in die App eingepflegt.

KIM ist angesiedelt beim Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Essen und hat als Schwerpunkt die Unterstützung der Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Das Programm wird – ebenso wie die App – gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW.

Die „Integreat“-App wurde 2015 vom Integrationsverein „Tür an Tür“ der Technischen Universität München und dem Sozialreferat der Stadt Augsburg entwickelt. Mittlerweile setzen mehr als 130 Städte und Landkreise das digitale Tool ein – nun gehört auch die Stadt Essen dazu.

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