Düsseldorf – Der Workshop befasst sich mit den Lebensrealitäten der Düsseldorfer Homosexuellen in der Weimarer Republik und ist der dritte und letzte Teil der „Rosa-Winkel-Trilogie“. Das kostenlose Angebot findet im Theatermuseum Düsseldorf statt und ist Teil des Begleitprogramms zur derzeitigen Sonderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Interessierte können sich bis zum 28. Januar für den Theaterworkshop via E-Mail anmelden unter mail@marvinwittiber.de. Theatererfahrung oder thematische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Im Zeitraum vom 31. Januar bis 7. Februar setzen sich die Teilnehmenden an insgesamt vier Workshoptagen gemeinsam mit Regisseur Marvin Wittiber und seinem Team künstlerisch mit den Lebenswirklichkeiten homosexueller Düsseldorferinnen und Düsseldorfer während der Weimarer Republik auseinander – im Spannungsfeld von Aufbruch und Verfolgung, Sichtbarkeit und Gefahr. Während der § 175 queeres Leben weiter kriminalisierte, entstanden gleichzeitig neue Räume für Kunst, Forschung und Austausch. Menschen suchten nach Sprache, nach Nähe, nach Momenten von Freiheit. Ausgehend von den nur in Teilen erhaltenen Spuren arbeitet der Workshop mit Körper, Stimme und Bewegung und fragt, wie Geschichte heute spürbar gemacht werden kann. Dabei forschen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst, schreiben und entwickeln eigenständig theatrales Material.
„gefährdet leben. Queere Menschen 1933 bis 1945“
Ein Besuch der Sonderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte ist ebenfalls Bestandteil des Workshops. Das Institut an der Mühlenstraße zeigt noch bis zum 5. Juli 2026 die Wanderausstellung der Stiftung Magnus-Hirschfeld „gefährdet leben. Queere Menschen 1933 bis 1945“. Ergänzt wird sie durch einen zusätzlichen Raum, in dem die Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin Astrid Hirsch-von Borries unter dem Titel „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ den Fokus auf die Landeshauptstadt selbst lenkt.
Die Workshop-Termine
Das Projekt findet an folgenden Tagen statt: Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar, 10 bis 18 Uhr, sowie Freitag, 6. Februar, 18 bis 22 Uhr, und Samstag, 7. Februar, 10 bis 17.30 Uhr. Die Workshop-Ergebnisse werden in Abschlusspräsentationen am 7. Februar, 19.30 Uhr, und 8. Februar, 18 Uhr, im Theatermuseum vorgestellt.
Das Theaterprojekt „Vor dem Rosa Winkel“ ist der letzte Teil der Rosa-Winkel-Trilogie, die im Herbst 2024 startete. In insgesamt drei zusammenhängenden Intensiv-Theaterworkshops erforscht das künstlerische Team um Regisseur Marvin Wittiber mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Lebensrealitäten queerer Düsseldorferinnen und Düsseldorf – vor, während und nach der NS-Zeit. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Theatermuseum Düsseldorf, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung Düsseldorf sowie Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V. und in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Düsseldorf und der Lesben- und Schwulenbibliothek Düsseldorf (LuSBD) realisiert. Gefördert wird das Projekt vom Kulturamt Düsseldorf.




