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SUMMARY:Cuxhaven: Ausstellung zum Frauenwohnheim am Elfenweg
DESCRIPTION:Das Museum Windstärke 10 eröffnet eine neue Sonderausstellung. Vor 100 Jahren wurde am Elfenweg in Cuxhaven ein Frauenwohnheim eröffnet. Es sollte Fischarbeiterinnen ein Zuhause bieten. Anlässlich des Jubiläums zeigt Cuxhavens maritimes Museum ab dem 1. März 2026 die Sonderausstellung „Leben im Takt der Fischfabrik – 100 Jahre Frauenwohnheim am Elfenweg„. Anhand eines reichen Fotoschatzes öffnet diese noch einmal die Türen des Wohnheims und lässt eintauchen in Leben und Berufsalltag der Bewohnerinnen. Aus intensiven Recherchen in zeitgenössischen Dokumenten und spannenden Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ist ein faszinierender Einblick in einen Teil Cuxhavener Geschichte entstanden. \nDas Wohnheim bot allen seinen Bewohnerinnen ein Zuhaue fernab der eigenen Heimat\, in das sie nach der harten Arbeit „im Fisch“ zurückkehrten. Schlafzimmer für vier Personen\, ein großer Speisesaal für 300 Personen\, eine Bibliothek für mehr als 200 Bücher: Leben im Frauenwohnheim bedeutete zusammen leben. Dieses Zusammenleben der Frauen mit all seinen Herausforderungen und schönen Momenten ist zentraler Bestandteil der Sonderausstellung. \nDie ersten Bewohnerinnen des Frauenwohnheims kamen in den 1920er Jahren aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands – vor allem dem Ruhrgebiet. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Geflüchtete aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs im Wohnheim ein Dach über dem Kopf. Anwerbeabkommen der Bundesrepublik ebneten in den 1960er Jahren Frauen aus dem europäischen Ausland den Weg nach Cuxhaven. Berichte von Zeuginnen und Zeugen jener Zeit zeigen wie sie sich an das Leben an der Elbmündung gewöhnten und die kulturelle Vielfalt der Stadt bereicherten. \nDie Cuxhavener Fischindustrie warb die Frauen an\, seit ein Arbeitsbedarf entstanden war\, der aus der Stadt und der Region selbst nicht mehr zu stemmen war. Besonders\, nachdem die Cuxhavener Fischer 1920 begannen\, mit ihren Dampfern selbst nach Hering zu fischen\, stieg der Bedarf an Arbeitskräften. Die Verarbeitung des Fischs war anspruchsvoll und mühsam. Umso wichtiger war es\, dass die Frauen nach getaner Werktätigkeit in ein angenehmes Zuhause zurückkehren konnten. \nVon besonderer Bedeutung war daher in den Anfangsjahren des Wohnheims die Fürsorgerin. Sie wurde von der Heimgesellschaft beschäftigt und hielt die Moral im Frauenwohnheim aufrecht. Sie war erste Hilfe und Aufpasserin zugleich. Nach getaner Arbeit kümmerte sie sich um die geschundenen Hände der Bewohnerinnen und hatte stets ein offenes Ohr bei allen Sorgen und Nöten der Frauen. \nAb März 2026 besteht die Möglichkeit\, das Leben der Fischarbeiterinnen im Frauenwohnheim im Museum Windstärke 10 kennenzulernen. Am Sonntag\, den 01. März wird die Sonderausstellung um 11 Uhr eröffnet. Anschließend ist sie zu den regulären Öffnungszeiten des Museums zu sehen. Der Besuch der Sonderausstellung ist im Eintrittspreis im Museum Windstärke 10 enthalten.
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SUMMARY:Neue Sonderausstellung im Grafschaftsmuseum
DESCRIPTION:Das Grafschaftsmuseum präsentiert vom 9. Mai bis 8. November 2026 die Sonderausstellung „Angebandelt – Ein Date mit der Schürze“. Die Wanderausstellung beleuchtet die Geschichte und Bedeutung der Schürze und geht auch auf die Veränderungen über die Jahre ein. Sie wurde konzipiert von Studierenden der Vergleichenden Kulturwissenschaft der Universität Regensburg unter der Leitung von Dr. Esther Gajek. \nFrüher aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken\, hat die Schürze heutzutage einen etwas schwereren Stand. Und doch: Weg vom Fenster ist sie noch lange nicht. Ein Blick in Werkstätten\, Restaurants oder auf Jahrmärkte zeigt: Die Schürze ist keineswegs zum Relikt geworden. \nZudem begeistert und beschäftigt das Thema Schürze die Menschen. Das haben Christina Reinheckel und Sibylle Haas vom Grafschaftsmuseum\, die die Ausstellung koordinieren und mit eigenen Beiträgen ergänzen\, in der Vorbereitungszeit festgestellt. „Wir wurden vermehrt auf unsere kommende Ausstellung angesprochen und viele hatten Geschichten zu erzählen\, die mit Schürzen in Verbindung stehen. Schürzen scheinen ein richtig emotionales Thema zu sein!“ erzählt Christina Reinheckel. Diese Geschichten werden\, ebenso wie eine Ergänzung zum lokalen Bezug mit Objekten aus dem Bestand des Grafschaftsmuseums\, Einzug in die Ausstellung finden. \nAußerdem wird es ein museumspädagogisches Angebot geben\, das sich an alle Altersstufen richten wird. Das Zusatzprogramm wird zeitnah auf der Internetseite des Grafschaftsmuseums (www.grafschaftsmuseum.de) bekannt gegeben.
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SUMMARY:"Das innere Gesicht auf Reisen" im Maxhaus Düsseldorf
DESCRIPTION:Das Maxhaus widmet dem Düsseldorfer Künstler\, Arzt und Psychotherapeuten Adolf Bierbrauer eine Ausstellung\, die einen besonderen Blick auf die Verbindung von Kunst und Psychotherapie eröffnet. Unter dem Titel „Das innere Gesicht auf Reisen“ werden ausgewählte „Hypnosebilder“ sowie spätere großformatige Gemälde des Künstlers gezeigt. Die Ausstellung wird am Donnerstag\, 1. Oktober 2026\, um 19:00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. \nAdolf Bierbrauers Werk ist\, obgleich umfangreich\, vielen noch wenig bekannt. Es ist bedeutend\, entfaltet aber seinen Gehalt eher parallel zur Kunstwelt\, statt sich in ihrem Zentrum einen Platz erobern zu wollen. Das liegt vor allem an Bierbrauer selbst\, dessen therapeutische Praxis ihn über viele Jahre vorrangig in Anspruch nahm. Sein anthroposophisch-philosophisches Menschenbild\, das er in einem Prozess steter schöpferischer Arbeit erweiterte\, stellte den Menschen an erste Stelle und die Kunst an seine Seite. Das ist weder metaphorisch noch theoretisch gemeint\, sondern während der Behandlung seiner Patienten therapeutisch von ihm praktiziert worden. Als Arzt und Psychotherapeut setzte er in seiner Behandlung in den 50er Jahren unter anderem auf Hypnose – als Alternative zu der damals verbreiteten Elektroschocktherapie. Während der Hypnosesitzungen brachte er das\, was ihm seine Patientinnen und Patienten anvertrauten\, auf Schreibmaschinenblätter mit Gouachefarben malerisch zu Papier. Anhand dieser Blätter war es ihm später möglich\, die Traumbilder mit den Patienten\, die zumeist unter Depressionen und Angststörungen litten\, zu besprechen. \nDie „Hypnosebilder“ bilden das Zentrum dieser Ausstellung. Sie befinden sich an der Schnittstelle zwischen Arzt und Patient\, zwischen Traum und Realität\, auch zwischen Kunstwerk und Therapeutikum. Sie sind mit ihrem vielfältigen Bedeutungsgehalt völlig einzigartig und bieten unerwartete Blicke in den seelischen Urgrund und seine Kraft\, auch in großer Bedrängnis\, in Bildern zu sprechen. \nDen kleinformatigen Gouachen stehen in dieser Ausstellung großformatige Malereien gegenüber\, die Bierbrauer\, lange schon nicht mehr als Arzt tätig\, in den späten 90er Jahren schuf. Sie kontrastieren mit den traumhaft weichen\, bei aller Intensität auch stillen Hypnosebildern. Der Künstler selbst nennt diese Bilder die „Somnambulen“\, also Schlafwandlerischen. Auch in diesen lässt er sich konsequent in ein schöpferisches Ur-Gebräu fallen\, wie in einen alchemistischen Tiegel und streift alle gegenständlichen Ordnungssysteme ab\, um in die eigenen seelischen Landschaften vorzudringen. \nDie Ausstellung „Das innere Gesicht auf Reisen“ ist vom 1. Oktober 2026 bis zum 23. Januar 2027 in der Galerie des Maxhauses im 1. Obergeschoss zu sehen.
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