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SUMMARY:Sonderausstellung "Die Wertheimer Mainbrücke im Blick"
DESCRIPTION:Das Grafschaftsmuseum Wertheim präsentiert vom 1. Oktober bis 6. April 2026 die Sonderausstellung „Die Wertheimer Mainbrücke im Blick“. Anlass der Ausstellung ist der für das Jahr 2026 geplante Abriss und der anschließende Ersatzneubau der Mainbrücke zwischen Wertheim und Kreuzwertheim. Schon im Jahr 1362 kam der Wunsch auf\, dass eine steinerne Brücke die durch den Main getrennten Gebiete der Grafschaft Wertheim verbinden sollte. Trotzdem transportierte noch jahrhundertelang eine Fähre Menschen\, Tieren und Waren ans andere Ufer. \nErst mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 schien die Zeit reif für den Bau einer Brücke. Nach Jahren des Verhandelns\, Beratens und Taktierens begannen 1879 die Bauarbeiten zur länderübergreifenden Bahnlinie zwischen der bayerischen Stadt Lohr und dem badischen Wertheim. Deren Streckenführung erforderte die Überquerung des Mains bei Wertheim. In einem Staatsvertrag vereinbarten das Königreich Bayern und das Großherzogtum Baden\, neben der Eisenbahn- auch eine Straßenbrücke zu errichten. \nDie Ausstellung beleuchtet die wechselvolle Geschichte der Brücke\, beginnend mit Planung und Bau\, der Eröffnung im Jahr 1881/82\, der Sprengung 1945 und ihrem Wiederaufbau. \nWer plante die Brücke? Wer führte die Aufsicht über die Hunderte von Bahnarbeitern? Wo und wie lebten die meist ortsfremden Arbeitskräfte\, die teils sogar aus den Bergregionen Tirols und Italiens stammten? Die Ausstellung zeigt historische Fotografien und erzählt die Geschichte der Brücke selbst\, nimmt aber auch Bezug auf die Nebenschauplätze und auf mit der Brücke zusammenhängende Themen wie dem Eisenbahnbau in der Region und der Technik\, die im Brückenbau angewendet wurde. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit\, schon heute einen Blick in die Zukunft der Mainbrücke werfen. \nBegleitend zur Ausstellung finden Führungen und Vorträge statt\, darunter: \n\nSonntag\, 26. Oktober\, 15 Uhr im Modersohnsaal des Grafschaftsmuseums: Vortrag von Kurt Bauer „Geschichte der Tauberbrücke“\nSonntag\, 23. November\, 15 Uhr im Modersohnsaal des Grafschaftsmuseums: Vortrag von Bernd Wolz „Geschichte des Mains“\nFührungstermine für Einzelpersonen werden in der Presse und auf www.grafschaftsmuseum.de bekannt gegeben.
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SUMMARY:Cuxhaven: Ausstellung zum Frauenwohnheim am Elfenweg
DESCRIPTION:Das Museum Windstärke 10 eröffnet eine neue Sonderausstellung. Vor 100 Jahren wurde am Elfenweg in Cuxhaven ein Frauenwohnheim eröffnet. Es sollte Fischarbeiterinnen ein Zuhause bieten. Anlässlich des Jubiläums zeigt Cuxhavens maritimes Museum ab dem 1. März 2026 die Sonderausstellung „Leben im Takt der Fischfabrik – 100 Jahre Frauenwohnheim am Elfenweg„. Anhand eines reichen Fotoschatzes öffnet diese noch einmal die Türen des Wohnheims und lässt eintauchen in Leben und Berufsalltag der Bewohnerinnen. Aus intensiven Recherchen in zeitgenössischen Dokumenten und spannenden Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ist ein faszinierender Einblick in einen Teil Cuxhavener Geschichte entstanden. \nDas Wohnheim bot allen seinen Bewohnerinnen ein Zuhaue fernab der eigenen Heimat\, in das sie nach der harten Arbeit „im Fisch“ zurückkehrten. Schlafzimmer für vier Personen\, ein großer Speisesaal für 300 Personen\, eine Bibliothek für mehr als 200 Bücher: Leben im Frauenwohnheim bedeutete zusammen leben. Dieses Zusammenleben der Frauen mit all seinen Herausforderungen und schönen Momenten ist zentraler Bestandteil der Sonderausstellung. \nDie ersten Bewohnerinnen des Frauenwohnheims kamen in den 1920er Jahren aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands – vor allem dem Ruhrgebiet. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Geflüchtete aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs im Wohnheim ein Dach über dem Kopf. Anwerbeabkommen der Bundesrepublik ebneten in den 1960er Jahren Frauen aus dem europäischen Ausland den Weg nach Cuxhaven. Berichte von Zeuginnen und Zeugen jener Zeit zeigen wie sie sich an das Leben an der Elbmündung gewöhnten und die kulturelle Vielfalt der Stadt bereicherten. \nDie Cuxhavener Fischindustrie warb die Frauen an\, seit ein Arbeitsbedarf entstanden war\, der aus der Stadt und der Region selbst nicht mehr zu stemmen war. Besonders\, nachdem die Cuxhavener Fischer 1920 begannen\, mit ihren Dampfern selbst nach Hering zu fischen\, stieg der Bedarf an Arbeitskräften. Die Verarbeitung des Fischs war anspruchsvoll und mühsam. Umso wichtiger war es\, dass die Frauen nach getaner Werktätigkeit in ein angenehmes Zuhause zurückkehren konnten. \nVon besonderer Bedeutung war daher in den Anfangsjahren des Wohnheims die Fürsorgerin. Sie wurde von der Heimgesellschaft beschäftigt und hielt die Moral im Frauenwohnheim aufrecht. Sie war erste Hilfe und Aufpasserin zugleich. Nach getaner Arbeit kümmerte sie sich um die geschundenen Hände der Bewohnerinnen und hatte stets ein offenes Ohr bei allen Sorgen und Nöten der Frauen. \nAb März 2026 besteht die Möglichkeit\, das Leben der Fischarbeiterinnen im Frauenwohnheim im Museum Windstärke 10 kennenzulernen. Am Sonntag\, den 01. März wird die Sonderausstellung um 11 Uhr eröffnet. Anschließend ist sie zu den regulären Öffnungszeiten des Museums zu sehen. Der Besuch der Sonderausstellung ist im Eintrittspreis im Museum Windstärke 10 enthalten.
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SUMMARY:Theaterabend „Vater hat Lager“ im Kurhaus Hamm
DESCRIPTION:Regisseur Michael Heicks und Schauspielerin Gilla Cremer haben einen Theaterabend gegen das Vergessen geschaffen\, der am Mittwoch\, 4. März 2026\, um 19:30 Uhr im Kurhaus zu sehen ist. Wie bei der Schauspielreihe üblich\, gibt es im Vorfeld für alle Interessierten um 18:45 Uhr ein Einführungsgespräch\, in dem Fakten und Hintergründe zum Stück näher beleuchtet werden. \nEine Kleinstadt in den fünfziger Jahren\, eine Familie mit drei heranwachsenden Kindern: Für sie dauert der zweite Weltkrieg immer noch an. Denn der Vater „hat Lager“. Diese sprachliche Wendung hilft den Kindern dabei\, das Unbegreifliche zu verstehen und auch den Außenstehenden zu erklären\, was der Vater von seiner Haft im Konzentrationslager mit in die heimischen vier Wände gebracht hat. Und warum es bei ihnen zu Hause so ganz anders ist als bei ihren Freunden. „Darin unterscheidet er sich von uns. Wir hatten Windpocken und Röteln. Und Simon hat\, nachdem er vom Baum gefallen war\, wochenlang mit einer Gehirnerschütterung im Bett gelegen. Aber Lager haben wir noch nicht bekommen.” \nIm Gegensatz zu anderen Überlebenden\, die nicht über ihre Erlebnisse sprechen mochten oder konnten\, hält dieser Vater seinen Kindern keine einzige Erinnerung vor. Denn das Erlebte in der Lagerzeit lässt ihn einfach nicht los\, die Erinnerungen daran überfallen ihn stets und ständig: Ob beim morgendlichen Zähneputzen\, beim Mittagessen\, auf einem Spaziergang oder beim Abendessen. Die Kinder kennen sich daher mittlerweile gut aus mit Flecktyphus\, SS\, Kapos und blutrünstigen Wachhunden. Und sie erfinden daraus ihre eigenen Geschichten. Da möchte die Tochter unsichtbar werden\, damit die SS-Leute sie nicht finden können und ihr kleiner Bruder spielt gedanklich schon mal die Schlachtung der Hauskatze durch\, wenn die Truppen wieder einmarschieren. \n1991 veröffentlichte die niederländische Schriftstellerin Carl Friedman ihre autobiographische Erzählung „Vater“\, in der sie das Leben einer Familie in den 1950er-Jahren schildert\, das von der Vergangenheit des Vaters als KZ-Häftling überschattet ist. Friedmans Vater selbst war im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. \nEinmal mehr überzeugt Gilla Cremer durch ihr feinfühliges Spiel und ihre Wandlungsfähigkeit\, ihre klare und kraftvolle Ausstrahlung. In einer darstellerischen Tour de force verwandelt sie Schrecken in Poesie\, verknüpft eindringlich die Erinnerungen des Vaters mit denen der Kinder und wechselt in fließenden Übergängen scheinbar mühelos die Rollen.
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